Breitbandausbau: Neues Verlegeverfahren im Einsatz

Layjet verspricht weniger Einschränkungen und ist schneller

Maschine für das neue Layjet-Verlegeverfahren
In der Gemeinde Möhnesee wird das Layjet-Verfahren ab jetzt zum Verlegen von Glasfaserkabeln für den geförderten Breitbandausbau in einigen Teilbereichen eingesetzt. Weitere Bauabschnitte im Kreisgebiet folgen. Foto: Christoph Hellmann/Kreis Soest
Pressemeldung vom 15.05.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.05.15.278.ch/jdw). Im Kreis Soest hält für den geförderten Breitbandausbau jetzt ein neues und innovatives Verlegeverfahren Einzug, denn das Essener Unternehmen innogy setzt zukünftig auf Layjet. "In der Gemeinde Möhnesee wird die neue Verlegemethode jetzt zum ersten Mal im Kreisgebiet eingesetzt. Es hat einen großen Vorteil, gerade für die Anwohner, denn es bringt weniger Einschränkungen mit sich und es geht viel schneller", weiß Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises Soest.


Der bisherige Ablauf bei den Tiefbauarbeiten für den Breitbandausbau verlief in vielen Bereichen wie folgt: Sperrung der Straße, Öffnen der Fahrbahndecke, Aushebung des Bodens, Verlegung von Breitbandkabeln oder Leerrohren, Schließung der Baugruben und zum Schluss musste eine neue Fahrbandecke gezogen werden. Für solche Baumaßnahmen mussten die Tiefbauunternehmen die Straßen für den Verkehr teilweise oder gar vollständig absperren.

Eine österreichische Firma hat sich mit dieser Problematik auseinander gesetzt und ein einzigartiges Verlegungsverfahren entwickelt: Layjet. Bei dieser neuentwickelten Technologie werden die Leerrohre für das Glasfaserkabel in einem Arbeitsgang in das Straßenbankett verlegt. Dadurch wird die Straßendecke nicht beschädigt und die Arbeiten schreiten bis zu zehn Mal schneller voran als bei der herkömmlichen Methode. Wenn der geplante Bauabschnitt für diese Methode als geeignet eingestuft wird, bedeutet das weniger Einschränkungen und einen schnelleren Ausbau für die Bürgerinnen und Bürger. In Österreich ist dieses Verfahren schon fest etabliert und kommt jetzt auch nach Deutschland und im Kreis Soest zum Einsatz.

Das Verfahren soll zunächst auf einer gesamten Strecke von circa 20 Kilometern im Kreis Soest eingesetzt werden. Baustart war am Donnerstag, 14. Mai 2020, in der Gemeinde Möhnesee. Danach wird Layjet auch in einigen Bauabschnitten in Wickede, Welver, Lippetal, Bad Sassendorf, Rüthen, Geseke und Lippstadt angewendet werden. Interessierte können den aktuellen Stand des Breitbandausbaus im Kreisgebiet auf www.kreis-soest.de/breitband verfolgen.

Im Vorfeld wurden durch den Breitbandkoordinator des Kreises Soest alle Straßenbaulastträger aus dem Kreisgebiet in einer Infoveranstaltung und an einer Pilotbaustelle in Olsberg vorbereitet, um die offenen Fragen gemeinsam unter Experten zu klären und um in der anstehenden Genehmigungsphase für dieses neue innovative Verlegungsverfahren Zeit zu gewinnen.


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