Corona: Kreis strafft Krisenmanagement

Stab entscheidet über die Maßnahmen und formuliert Aufträge für die Abteilungen

Pressekonferenz im Rettungszentrum
Während der Pressekonferenz am 11. März 2020 im Rettungszentrum erläuterten Landrätin Eva Irrgang (3. v. l.), Kreisdirektor Dirk Lönnecke (2. v. r.), Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus (2. v. l.) und Dr. Ansgar Brockmann (1. v. r.), stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, den aktuellen Stand in Sache Coronavirus und das weitere Vorgehen. Foto: Judith Wedderwille/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 11.03.2020 16:00

Kreis Soest (kso.2020.03.11.108.-rn). Unmittelbar nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Corona-Falls im Kreis Soest hat der Kreis Soest am Dienstag, 10. März, seinen Krisenstab offiziell aktiviert. Er steht unter der Leitung von Kreisdirektor Dirk Lönnecke. Er hatte bereits dem am 27. Februar eingesetzten so genannten kleinen Krisenstab vorgestanden. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe, mit der eine organisatorische Unterstützung des Gesundheitsamtes gewährleistet wurde.


Im elfköpfigen Krisenstab arbeiten das Gesundheitsamt, die Leitung des Rettungsdienstes, die Pressesprecher, die Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz sowie die Abteilung  Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz. Das Gremium entscheidet über die notwendigen Maßnahmen und formuliert die zur Umsetzung erforderlichen Aufträge, die in den Abteilungen der Kreisverwaltung zu erledigen sind. „Angesicht der ersten bestätigten Corona-Fälle bei uns straffen und zentralisieren wir die Abläufe des Krisenmanagements. Seit heute Mittag wissen wir, dass wir drei Fälle haben“, begründete Kreisdirektor während einer Pressekonferenz im Rettungszentrum des Kreises in Soest am Mittwoch, 11. März, die Einsetzung des Krisenstabs.

Wie der Kreisdirektor darstellte, führte auch die Vervielfältigung der Corona-Fälle im Bund, im Land und in der unmittelbaren Nachbarschaft und die sich im weiter verschärfende Lage zur Aktivierung des Gremiums. Auch im Kreis Soest entwickle sich das Geschehen dynamisch, betonte Dirk Lönnecke. Er verwies darauf, dass bis Dienstag, 10. März, 92 Abstriche von Personen veranlasst worden seien, auch wenn die RKI-Falldefinition nicht in jedem Fall gegeben gewesen sei und es sich damit in der Regel nicht um Verdachtsfälle im offiziellen bzw. behördlichen Sinne gehandelt habe. Von diesen Testungen sind drei Laborergebnisse positiv, 12 Laborergebnisse sind noch offen. 

Bereits veranlasst worden sei eine konkrete personelle Verstärkung des Gesundheitsamtes. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der Kreisverwaltung seien zur Unterstützung mobilisiert worden. Daneben garantierten Kolleginnen und Kollegen des Telefonischen Servicecenters und des Bürgertelefons im Krisenfall den Betrieb des Infotelefons rund um die Corona-Epidemie, das unter der Rufnummer 02921/303060 erreicht werden kann. Die Erreichbarkeit dieser Hotline wird ab Donnerstag, 12. März 2020, wieder ausgeweitet. Sie ist dann bis auf weiteres montags, dienstags und mittwochs 8 bis 17 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr und freitags 8 bis 13 Uhr erreichbar.

 


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