Tanzen ist schöner als Torkeln…

Kreisweite Kampagne zum Gesundheits- und Jugendschutz

Spaß ohne Alkohol
Eckhard Haak, Alexa Krause und Michael Budde (v. l.) präsentieren das Plakat zur kreisweiten Gesundheits- und Jugendschutzkampagne „Tanzen ist schönes als Torkeln…“ und werben für Spaß ohne Alkohol während der Karnevalszeit. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 28.01.2020 10:00

Kreis Soest (kso.2020.01.28.030.ak/tw). Erklärtes Ziel der kreisweiten Kampagne "Tanzen ist schöner als Torkeln…" ist es Erwachsenen zu zeigen, dass es ein "Wir" in der Verantwortung für Kinder und Jugendliche gibt. Außerdem sollen die jungen Menschen angeregt werden, darüber nachzudenken, ob der "Kurze" immer die richtige Wahl ist, um beim Karneval oder auf einer Party Spaß zu haben.


Alexa Krause, Fachkraft für Suchtprävention beim Kreisgesundheitsamt, und die beiden Jugendarbeiter Michael Budde und Eckhard Haak vom Kreisjugendamt sind deshalb derzeit im Kreisgebiet unterwegs, um in den Geschäften vor Ort für dieses Thema zu sensibilisieren. Denn in der Suchtprävention gibt es das geflügelte Wort: „Jeder Alkohol in der Hand eines Kindes oder Jugendlichen ist durch die Hand eines Erwachsenen gegangen." Will heißen: Die Erwachsenen sind es, die den Kindern Alkohol zugänglich machen. Sei es ahnungslos durch Unkenntnis der Gesetzeslage, leichtfertig vor dem Hintergrund der Haltung „Ach, ein Schlückchen...“ oder sogar vorsätzlich durch Aushändigen von Alkohol wider besseren Wissens. Die Ordnungsämter als kontrollierende Instanz zur Einhaltung des Jugendschutzes werden ebenfalls angesprochen. Im Gepäck haben sie dabei das Kampagnen-Plakat, um mit dem Slogan „Tanzen ist schöner als torkeln“ als Eyecatcher die Gesetzeslage nicht mit dem erhobenen Zeigefinger knackig darzustellen.

„Da der Kreis Soest in vielen Bereichen eine Karnevalshochburg ist und es eine Menge feierfreudige Menschen gibt, die karnevalsbegeistert sind, möchten wir diese erreichen. Nicht nur die Kinder und Jugendlichen an sich – sondern auch die Erwachsenen, denn die haben schließlich eine Vorbildfunktion im Umgang mit Alkohol. Außerdem gibt es tolle Alternativen: alkoholfreie Cocktails haben den unschlagbaren Vorteil, am nächsten Tag ohne Kater aufzuwachen“, betonen die Fachkraft für Suchtprävention und die beiden Experten für Jugendschutz unisono.

Viele Jugendliche halten Alkohol nach wie vor für einen guten Stimmungsmacher. Gerade in der Karnevalszeit wird dies deutlich: bunte Schnäpse mit thematisch passender Aufmachung verfehlen ihre Wirkung nicht – gerade bei Jugendlichen! Dabei ist ein Rausch in jungen Jahren auch immer ein großes gesundheitliches Risiko. Langfristige Folgen wie Organschäden und die Beeinträchtigung der Gehirnreifung sind dabei nicht so präsent wie die kurzfristigen, negativen Folgen: Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand. Und das sind nur die gesundheitlichen Folgen. Gewalt, Diebstahl oder Verlust von Handy und Geld zählen ebenfalls zu den Folgen und somit bösen Überraschungen, die einen am nächsten Morgen erwarten können. Vor diesem Hintergrund rät Suchtpräventionskraft Alexa Krause vom Kreisgesundheitsamt: „Eltern sollten ihrer Verantwortung nachkommen und klare Grenzen setzen. Kein hochprozentiger Alkohol unter 18.“


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