Mühlenbach erhält „Kurven“

Wasserwirtschaft sorgt für naturnahen Lauf zwischen der Luigsmühle und Mawicke

Noch gerade Linie
Blick über den zurzeit noch gradlinigen Lauf des Mühlenbachs, der zwischen der Luigsmühle und Mawicke einen neuen, kurvenreichen und somit naturnahen Lauf bekommen.. Foto: WAGU GmbH/ Kassel
Pressemeldung vom 27.11.2019 13:00

Kreis Soest (kso.2019.11.27.472.ak/-rn). Der Werler Mühlenbach soll zwischen der Luigsmühle und Mawicke einen neuen, kurvenreichen und somit naturnahen Lauf bekommen. Die Baumaßnahme, die das Sachgebiet Wasserwirtschaft des Kreises am Montag, 2. Dezember, startet, ist ein Baustein des Ahse-Projekts "Lebendige Bördebäche", mit der alle Gewässer im Ahse-Einzugsgebiet in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden sollen. Die Kosten belaufen sich auf 70.000 Euro, zu denen das Land NRW einen Zuschuss von 80 Prozent beisteuert.


Auf einer Fläche, die sich im Eigentum der Bezirksregierung Arnsberg befindet, sollen drei neue Bachschlingen entstehen. Dadurch verlängert sich der Bachlauf des Mühlenbaches von derzeit 125 auf 225 Meter. Die Ausprägung der Bachschlingen wird in dem für Bördebäche typischen Kastenprofil erfolgen. Die Einschnittstiefe in das Gelände beträgt 1,2 bis 1,6 Meter. Die entstehenden senkrechten Abgrabungskanten bieten zum Beispiel dem Eisvogel die Möglichkeit, dort seine Niströhre zu bauen. Weitere Maßnahmen sind das Einbringen von Totholz als strukturgebendes Element in den neu gestalteten Gewässerlauf. Totholz ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für Kleinstlebewesen und dient Fischen und anderen Gewässerorganismen als Lebensraum und Unterstand.

Hintergrund:

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) gibt vor, dass alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen sind. Dieses Ziel soll bis spätestens 2027 erreicht sein. Für das gesamte Einzugsgebiet der Ahse haben der Kreis Soest und die Stadt Hamm hierzu das Ahse-Projekt „Lebendige Bördebäche“ ins Leben gerufen. In einem Umsetzungsfahrplan wurden alle Maßnahmen für die Ahse und ihre Zuflüsse zusammengefasst, die erforderlich sind, um den guten ökologischen Zustand für die Gewässer zu erreichen. Gleichzeitig werden Aussagen zur Priorität und zu den Umsetzungszeiträumen der einzelnen Maßnahmen gemacht. Der Umsetzungsfahrplan, der vom Büro Stelzig erarbeitet wurde, ist als flexibles Konzept gedacht. Die dort beschriebenen Maßnahmen können auch auf benachbarten Flächen umgesetzt werden. Ein entscheidendes Kriterium ist die Flächenverfügbarkeit. In dieser Hinsicht werden die Projektpartner durch die Flurbereinigungsbehörde, dem Dezernat 33 der Bezirksregierung Arnsberg, unterstützt. Es wurde ein eigenes Flurbereinigungsverfahren „Bördebäche“ eingeleitet.

Weitere Informationen im Internet unter www.kreis-soest.de (Stichwort „Ahse-Projekt“ ins Suchfenster eingeben).


Drei neue Schlingen
Insgesamt drei neue Schlingen soll der Mühlenbach erhalten. Grafik: WAGU GmbH/ Kassel
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