Pflegeheime stellen gute Lebensqualität sicher

Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht erschienen – 145 unangemeldete Überprüfungen

Bilanz für 2017 und 2018 gezogen
Sachgebietsleiter Holger Schubert und Katrin Dietz haben den Tätigkeitsbericht der Heimaufsicht für die Jahre 2017 und 2018 veröffentlicht. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 26.07.2019 10:00

Kreis Soest (kso.2019.07.26.298.kd/-rn). Die WTG-Behörde (Heimaufsicht) des Kreises Soest hat den Tätigkeitsbericht 2017/2018 veröffentlicht. Das Fazit der Bilanz: Die Einrichtungen im Kreis Soest erfüllen überwiegend die gesetzlichen Anforderungen und können oft mit großer Anstrengung durch den fachlichen und persönlichen Einsatz der Einrichtungsmitarbeiter den individuellen Pflege- und Betreuungsbedarf, Förderungsbedarf und eine gute Lebensqualität der Bewohner und Bewohnerinnen sicherstellen.


Trotz des insgesamt guten Ergebnisses kam es vereinzelt zu kritischen Situationen bei denen  gravierende Pflege- und Betreuungsmängel festgestellt wurden, weil zu wenig Personal vorhanden war. „In diesen Fällen erfolgte nach intensiver Beratung eine Anordnung zum Aufnahmestopp und zur Mängelbeseitigung. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Einrichtungen, die in solch eine Situation geraten, nicht grundsätzlich schlechte Pflege und Betreuung anbieten, sondern die Mängel zeitlich begrenzt auftreten“, betont Sachgebietsleiter Holger Schubert. „Im überwiegenden Teil der Einrichtungen wurde die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraft-Quote von 50 Prozent feststellt. Dennoch zeichnet sich ab, dass es zunehmend schwieriger wird, freie Stellen mit Fachkräften zu besetzen.“ Im Jahr 2017 seien 68, im Jahr 2018 insgesamt  66 Beschwerden eingegangen. Die häufigsten Beschwerdegründe seien die Pflegequalität und die Personalorganisation.  Die Bearbeitung von Beschwerden und Hinweisen auf mögliche Mängel habe bei der WTG-Behörde des Kreises Soest eine sehr hohe Priorität.

Die Heimaufsicht des Kreises ist für insgesamt 196 Betreuungsangebote, davon 109 Einrichtungen mit 5.212 Plätzen, die durch eine wiederkehrende Prüfung überwacht werden, zuständig. Es wurden 2017 und 2018 insgesamt 145 wiederkehrende, aber auch anlassbezogene Prüfungen unangemeldet durchgeführt.  In diesen beiden Jahren sind eine Vielzahl von weiteren Leistungsangeboten in Form von Tagespflegeeinrichtungen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften entstanden. Ein Trend, der sich nach Einschätzung der Heimaufsicht fortsetzen wird.

Die WTG-Behörde ist allgemein zuständig für Einrichtungen, die sich mit der Betreuung und Pflege älterer Menschen und volljähriger Menschen mit Behinderungen befassen.  Neben den klassischen vollstationären Einrichtungen (Alten und Pflegeheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen) fallen auch alle Angebotsformen, die entgeltlich ältere, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderungen pflegen und betreuen darunter. Dazu gehören zum Beispiel Tagespflegen, Wohngemeinschaften, Hospize, Angebote des Servicewohnens und ambulante Dienste.

Neben der Überwachung bietet die Heimaufsicht präventive Beratung, Ursachenermittlung bei Missständen sowie die Erarbeitung einzelfallbezogener Lösungen gemeinsam mit den Einrichtungen. Holger Schubert: „Das ist zwingend notwendig für die Fortentwicklung einer individuellen und qualitativ hochwertigen Pflege und Betreuung im Kreis Soest.“ 

Die zuständigen Ansprechpartnerinnen und  Ansprechpartner sind im Netz unter www.kreis-soest/pflegeatlas zu finden („Heimaufsicht“ ins Suchfenster eingeben). Auf der Pflegeatlas-Startseite steht auch der Tätigkeitsbericht 2017/2018 zum Download bereit.


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