„Leseförderung von Anfang an“

Schulausschuss bringt Modellprojekt auf den Weg

Frühe Motivation
Das Modellprojekt „Leseförderung von Anfang an“ setzt darauf, Kinder früh zu motivieren, zum Buch zu greifen. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 13.06.2019 10:00

Kreis Soest (kso.2019.06.13.244.-rn). Der Ausschuss für Bildung, Integration, Schule und Sport hat am Mittwoch, 12. Juni, einstimmig das Modellprojekt "Leseförderung von Anfang an" auf den Weg gebracht, das kreisweit Impulse zur Leseförderung in Familien und Institutionen früher Bildung setzen soll. Das Konzept hat die vom Kreistag eingesetzte Arbeitsgruppe Leseförderung mit Prof. Eva Briedigkeit vom Soester Fachbereich Frühpädagogik der FH Südwestfalen erarbeitet. Es soll in den beiden kommenden Schuljahren umgesetzt werden.


Drei Elemente prägen das Projekt. Die Veranstaltungsreihe „Rund ums Lesen“ richtet sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten, Familienzentren, Tagespflegeeinrichtungen, Ehrenamtliche und Interessierte. Außerdem sollen pädagogische Fachkräfte zur „Fachkraft für Leseförderung in Kitas“ weitergebildet werden sowie Kitas und Familienzentren als „Lese-Kita“ zertifiziert werden. Die notwendigen Mittel stehen zu Verfügung, da der Kreistag für 2019 und 2020 jeweils 50.000 Euro zur Verfügung gestellt hat und auch die Fachhochschule Südwestfalen Ressourcen einbringt.

Die Arbeitsgruppe bezog neben Professorin Briedigkeit weitere Experten ein, und zwar Danielle Thomas, Schulleiterin der St. Ida-Grundschule in Herzfeld, Winfried Ebert, Schulamtsdirektor beim Schulamt für den Kreis Soest, Gudrun Hengst, Chefin des Kreisjugendamts, und Lukas Heymann von der Stiftung Lesen. Die Arbeitsgruppe folgte mehrheitlich deren Rat, den Schwerpunkt auf eine „frühe Förderung“ zu legen.

Die Idee dahinter: Leseförderung kann einsetzen, bevor das Kind lesen und schreiben lernt. Dies bedarf aber einer Anregung durch Familie oder Kita, die laut Leseforschung nicht durchgängig gegeben ist. Professorin Briedigkeit erläuterte den Ausschussmitgliedern: „Vorlesen findet leider nicht mehr statt. Nicht einmal in jeder zweiten Familie wird das Lesen der Kinder gefördert.“ So soll mit ihrem Konzept vom ersten Büchlein, das vom Team Willkommen des Kreisjugendamts überreicht wird, bis hin zum Lesewettbewerb des Medienzentrums entlang der frühen Bildungskette ein durchgängiges Gesamtkonzept entstehen.


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