Suchtprävention für jedes Alter

Alexa Krause neue Fachkraft im Gesundheitsamt

Wichtiges Arbeitsmittel
Der Methodenkoffer zur Alkohol- und Cannabisprävention ist für Alexa Krause, neue Suchtprophylaxefachkraft im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung, ein wichtiges Arbeitsmittel. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 12.06.2019 10:00

Kreis Soest (kso.2019.06.12.240.-rn). Alexa Krause, neue Suchtprophylaxefachkraft im Gesundheitsamt, möchte an die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin Kornelia Witt, die den Ruhestand angetreten hat, anknüpfen. "Bewährte Projekte wie der ALK-Parcours und die Methodenkoffer zur Alkohol- und Cannabisprävention möchte ich weiterhin umsetzen", kündigt die 34-Jährige an. Anfang Mai ist die Rehabilitationswissenschaftlerin vom Landschaftsverband zum Kreis gewechselt, um die neue Aufgabe wahrzunehmen.


Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf stoffgebundenen Süchten. Für viele Jugendliche gehören Erfahrungen mit Tabak, Alkohol sowie Cannabis und anderen illegalen Drogen zum Alltag. Alexa Krause möchte aber bewährte Konzepte wie MOVE („motivierende Kurzintervention“) nicht nur in der Kita oder in der Jugendhilfe weiter verfolgen. „Perspektivisch müssen wir auf Grund des demographischen Wandels diese Idee kurzer und motivierender Beratungsgespräche auf andere Bevölkerungsgruppen und speziell auf Seniorinnen und Senioren erweitern“, ist Alexa Krause sicher. Neue Projekte wie „Tom und Lisa“ sollen Schulen ansprechen, die in Sachen Suchtprävention bisher noch nicht erreicht wurden. „Es handelt sich um einen Workshop zur Alkoholprävention für siebte und achte Klassen mit einer Simulation der Geburtstagsparty von zwei Jugendlichen“, erläutert Alexa Krause.

Die Warsteinerin, die gebürtig aus der Wallfahrtsstadt Werl stammt, setzt auf Netzwerk- und Gremienarbeit. So will sie sich zusammen mit den heimischen Kooperationspartnern von „Prävention im Team“ (PiT) und bei der Entwicklung des ENTER-Konzeptes zum Einstieg in die schulische Suchtprävention engagieren. Ebenso arbeitet sie im Arbeitskreis Substitution und in der Netzwerk AG der Kreise Hochsauerland und Soest mit. Gelegenheit zum regelmäßigen Austausch mit den anderen Prophylaxefachkräften aus NRW hat sie über die landesweite Koordinierungsstelle „g!nko“ in Mühlheim an der Ruhr.

Die neue Suchtprophylaxefachkraft hat auch auf die Koordination des Projektes „Verrückt? Na und!“ übernommen, das 2017 von der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) im Kreis Soest eingeführt worden ist. „Anliegen ist es, das schwierige Thema psychische Gesundheit in der Schule besprechbar zu machen, Ängste und Vorurteile abzubauen sowie Zuversicht und Lösungswege zu vermitteln“, bringt es Alexa Krause auf den Punkt. Seit der Gründung sei mit dem Konzept viel erreicht worden. So seien bis jetzt bei über 50 Schultagen kreisweit rund 1.300 Schülerinnen und Schüler angesprochen worden. Alexa Krause: „2018 war unsere Regionalgruppe die zweiterfolgreichste in NRW. Auch bundesweit haben nur wenige Gruppen mehr Schultage durchgeführt.“


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