Waltringer Weg: Keine weiteren Maßnahmen

Tempomessungen ergeben nur niedrige Werte – Querungshilfen seit 1992 vorhanden

Langsam unterwegs
Geschwindigkeitsmessungen in Höhe des Schildes „50“ am Waltringer Weg ergaben niedrige Werte. So sehen alle beteiligten Behörden einhellig keine Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen für außerorts einmündende Wege. Foto: Kreis Soest
Pressemeldung vom 09.04.2019 10:00

Kreis Soest (kso.2019.04.09.154.-rn). Angesichts einer eindeutigen Faktenlage nach Geschwindigkeitsmessungen vor Ort waren sich bei einem Behördentermin an der L 673 (Waltringer Weg) Gemeindeverwaltung, Kreis Soest, Straßen NRW und Kreispolizeibehörde einig: Es gebe objektiv keinen Anlass, an der Beschilderung am Wickeder Ortsausgang Richtung Waltringen etwas zu verändern. Die in der Vergangenheit an dieser Stelle bereits getroffenen Maßnahmen und deren Begründungen bewerteten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als überzeugend.


Bei einer Verkehrsmessung über eine Woche hinweg, in der insgesamt nur 18.757 Fahrzeuge den Waltringer Weg befahren haben, wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit (V85) in Fahrtrichtung Wickede von 57,6 km/h, in Fahrtrichtung Waltringen von lediglich 48,3 Stundenkilometern ermittelt. Das Messgerät war in Höhe des Verkehrszeichens „50“ angebracht worden.

Angesichts der ermittelten niedrigen Werte wurde keine Notwendigkeit gesehen, zusätzliche Maßnahmen für die außerorts einmündende Wege zu treffen. Diese sind nach Überzeugung aller beteiligten Behörden vergleichbar mit Wirtschaftswegen, die ebenfalls häufig von Fußgängern genutzt werden und ebenfalls nicht alle durch Geschwindigkeitsbeschränkungen abgesichert sind. Den Spaziergängern, Freibadbesuchern und Hundeführern stünden an der Kreuzung „Ziegenhude/ Hövelstraße/ Waltringer Weg“ gesicherte Querungsmöglichkeiten zur Verfügung. Daher sei es auch vor dem Hintergrund der relativ niedrigen Messwerte nicht erforderlich, weiter tätig zu werden.

Die Gemeindeverwaltung will allerdings in nächster Zeit prüfen, ob nördlich des Waltringer Weges im Seitenraum vor dem Wohngebiet ein „Trampelpfad“ mit einer wassergebundene Oberfläche bis zum Waldweg angelegt werden kann. Dies sei aber abhängig von den Grundstücksverhältnissen, vom Aufwand und von den Kosten.

Bereits im Januar 1985 hatte die Straßenverkehrsbehörde angeordnet, die Geschwindigkeit aus Fahrtrichtung Waltringen durch geschwindigkeitsregelnde Verkehrszeichen vor dem Ortseingangsschild „Wickede“ stufenweise herabzusetzen. Von 70 wurde die Geschwindigkeit auf 50 km/h verringert, da Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort fuhren. Im Rahmen des Ausbaus des Wohngebietes „Ziegenhude“ wurden im gleichen Jahr der Bau von Mittelinseln als Überquerungshilfe angeregt. 1992 wurden diese Querungshilfen durch den Landesbetrieb gebaut, um die Fußgängern aus dem damaligen Neubaugebiet beim Überqueren der Landesstraße abzusichern.

Immer wieder wurde nach dem Bau der Querungshilfen auch angeregt, den Fußweg vom „Georg-Nellius-Weg“ durch weitere Maßnahmen (Fußgängerüberweg, Geschwindigkeitsbeschränkung) abzusichern. Diese Anträge wurden immer abgelehnt. Der Fußweg und auch der gegenüberliegende Weg in das Waldgebiet lägen auf freier Strecke und damit außerorts. Den Anwohnern sei es zuzumuten, aus dem Wohnbereich über die Querungshilfen und den südlich parallel zum Waltringer Weg führenden Pfad in den Wald zu gehen. Der kürzeste Weg sei nicht immer der sicherste. Zudem sei es auf der gering belasteten Landesstraße auch möglich, aus dem Fuß- bzw. Waldweg heraus die Straße zu überqueren.


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