Anzahl der Hausärzte im Kreis Soest steigt

Projekt „wfg.amPULS“ unterstützt – 21,5 Arztsitze noch frei – 40 Prozent über 60 Jahre

Berufswunsch: Hausarzt
Will Hausarzt im Kreis Soest werden: Christof Adam, Arzt in Weiterbildung in der Erwitter Gemeinschaftspraxis Dr. med. Franz Böckeler, Dr. med. Johannes Böckeler und Angelika Balmes. Foto: Marcel Frischkorn/ wfg
Pressemeldung vom 04.02.2019 10:00

Kreis Soest (kso.2019.02.04.043.wfg). Entgegen dem allgemeinen Trend, dass die Anzahl der Hausärzte in ländlichen Regionen sinkt, ist im Kreis Soest die Anzahl der Hausärzte in den vergangenen Monaten gestiegen. Nach aktuellen Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH vorliegen, ist die Anzahl der Hausärzte im Kreis Soest von Mai bis November 2018 von 183 auf 190 gestiegen.


In Erwitte (plus 1), Lippstadt (plus 5) und Soest (plus 1) konnten neue Ärzte hinzugewonnen werden. Laut KVWL ist in keiner Kommune im Kreis die Anzahl der Hausärzte gesunken

Im Rahmen der Bedarfsplanung des Landesauschusses der Ärzte und Krankenkassen sind im gesamten Kreis Soest noch 21,5 Zulassungen/ Anstellungen bis zur Überversorgung möglich. Der Kreis Soest ist in die fünf Mittelbereiche Geseke (Geseke), Lippstadt (Lippstadt, Erwitte, Anröchte), Soest (Soest, Bad Sassendorf, Möhnesee, Welver, Lippetal), Warstein (Warstein, Rüthen) und Werl (Werl, Ense, Wickede) eingeteilt. Kein Mittelbereich ist von Zulassungsbeschränkungen betroffen.

Mit dem Projekt „wfg.amPULS“ unterstützt die Wirtschaftsförderung des Kreises Soest Hausärzte bei dem Weg in die Niederlassung, zeigt Kommunen Handlungsoptionen auf, wie Sie die Niederlassung von Hausärzten fördern können und baut gemeinsam mit den Versorgern vor Ort neue Angebote auf, um den Kreis Soest noch attraktiver für Medizinstudenten und junge Ärzte zu machen. „Durch das Projekt haben sich bereits vier Hausärzte im Kreis Soest niedergelassen. Aktuell werden weitere Hausärzte bei dem Weg in die Niederlassung begleitet“, zieht Marcel Frischkorn, Projektleiter der wfg, eine Zwischenbilanz.

Um einem drohenden Hausärztemangel in der Zukunft entgegen zu wirken (40 Prozent der Hausärzte im Kreis Soest sind über 60 Jahre alt), entwickelt die wfg aktuell, gemeinsam mit Hausärzten und den Krankenhäusern in der Region, ein Hospitations- und Ausbildungsangebot für Medizinstudenten. Das Angebot soll noch im ersten Halbjahr 2019 starten. „Mit dem kreisweiten Famulaturprogramm wollen wir Medizinstudentinnen und Medizinstudenten in den Kreis Soest locken, nachhaltig von der Attraktivität des Gesundheitsstandortes überzeugen und langfristig einen Klebeeffekt erzielen“, erläutert Marcel Frischkorn die Vision hinter dem zukünftigem Angebot. „Die Hausärzte im Kreis Soest erhalten in den nächsten Wochen ein Informationsschreiben mit Anmeldemöglichkeit für das neue Famulaturprogramm.“

Im März startet zudem mit wfg.medPULS ein Telemedizinprojekt, das der Bevölkerung als auch der Ärzteschaft digitale Anwendungen in der medizinischen Versorgung im Kreis näher bringen wird. Weitere Informationen zu den Projekten bei wfg-Mitarbeiter Marcel Frischkorn, Telefon 02921/303297, E-Mail marcel.frischkorn@kreis-soest.de.


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