Wie Schulen digital werden

Fachtag zeigt Bedingungen für erfolgreiche Medienkonzepte

Expertin referierte
Professor Dr. Birgit Eickelmann, Expertin für Digitalisierung in Schulen (2. v. l.), mit den Veranstaltern des Fachtags (v. l.): Achim Schmacks, Regionales Bildungsbüro, Ursula Rode-Schäffer, Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, Kathrin Müller, Medienzentrum, Kreis-Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus. Foto: Sascha Cornesse/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 19.12.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.12.18.543.km). Die Digitalisierung von Bildungsprozessen und die Förderung der Medienkompetenz stellen Schulen und Schulträger vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Wie diese systematisch angegangen werden können, stand im Mittelpunkt der Fachtagung "Erstellung von Medienkonzepten - Von der Planung zur Umsetzung". Mehr als 140 Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulträger aus dem Kreis Soest trafen auf Haus Düsse zusammen, um sich Anregungen und Hilfestellungen aus Wissenschaft und Praxis zu holen.


Als Veranstalter zeichneten das Kreis-Medienzentrum, das Regionale Bildungsbüro, das Schulamt für den Kreis Soest, das Kompetenzteam für Lehrerfortbildung und die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland verantwortlich. Finanziell unterstützt wurde der Fachtag durch Fördergelder des Europäischen Sozialfonds und das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

Maria Schulte-Kellinghaus, Kreis-Dezernentin für Jugend, Schule und Gesundheit, betonte, dass die Digitalisierung das Lernen und Arbeiten wie kaum eine andere Entwicklung der letzten Jahrzehnte verändert habe. Nach Einschätzung von Professor Dr. Birgit Eickelmann, Inhaberin des Lehrstuhls für Schulpädagogik an der Universität Paderborn und Leiterin der ICILS-Studie 2018, liegt das auch daran, dass Digitalisierung ein fortschreitender, nicht endender Prozess ist. Folglich müssten schulinterne Konzepte stetig weiterentwickelt werden, forderte sie in ihrem Vortrag. Vor diesem Hintergrund könnten Medienbildung und Digitalisierung nicht länger die Aufgabe vereinzelter Lehrkräfte bleiben. Vielmehr müssten sie selbstverständlicher Teil des Unterrichts werden, wie dies in anderen Ländern längst der Fall sei. Dazu bedürfe es neben den personellen Ressourcen und technischen Rahmenbedingungen auch einer Systematik und einer Veränderung der Lernkultur. Professor Dr. Birgit Eickelmann appellierte, Handlungsspielräume zu nutzen, Prozesse zielorientiert zu entwickeln und sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. 

Dass es für erfolgreiche Medienkonzepte viel Engagement und Durchhaltevermögen bedarf, machten die Praxisforen deutlich. Nina Schiffer und Vanessa Klingbeil von der Katholischen Grundschule Feldstraße Aachen, Frajo Ligmann vom Gymnasium Würselen sowie Michael Paul, Nicole Heinz und Oliver Dunst vom Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Minden berichteten von ihren Erfahrungen in der Primarstufe, in den Sekundarstufen I und II und in der beruflichen Bildung. Dabei gingen sie nicht nur auf wichtige Fragestellungen zur technischen Ausstattung und inhaltlichen Umsetzung des für alle Schulen verbindlichen Medienkompetenzrahmens NRW ein, sondern thematisierten auch potenzielle Stolpersteine, Einflussfaktoren und unterstützende Akteure.


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