Breitbandausbau: „Schon viel passiert“

Seit Oktober Tiefbauarbeiten für Backbone-Trasse in Rüthen, Warstein, Erwitte und Welver

Es wird gebaggert
In Warstein-Allagen haben die Bauarbeiten an der Backbone-Trasse, entlang Über den Schächten, begonnen. Foto: Westnetz, Dierks
Pressemeldung vom 12.12.2018 10:00

Kreis Soest (kso.2018.12.13.530.wd). Der geförderte Breitbandausbau im Kreis Soest ist seit Oktober in der operativen Umsetzung. Die innogy TelNet GmbH war mittels eines Breitband-Ausschreibungsverfahrens vom Kreis Soest Mitte des Jahres ausgewählt worden, um mit Fördermitteln vom Bund und vom Land sowie Eigenanteilen der Kommunen und der innogy TelNet ein Glasfasernetz in fast allen Kommunen im Kreis Soest zu errichten. Verantwortlich für den Ausbau des Glasfasernetzes ist das innogy-Tochterunternehmen Westnetz.


„Seitdem ist schon viel passiert. Das Projekt nimmt Fahrt auf“, unterstreichen innogy-Projektleiter Heiko Grebe und Christoph Hellmann, Breitbandkoordinator des Kreises. Für die betroffenen Kommunen Wickede (Ruhr), Werl, Ense, Welver, Lippetal, Soest, Bad Sassendorf,  Möhnesee, Lippstadt,  Erwitte, Warstein, Rüthen und Geseke sind insgesamt 51 Planungs- und Baulose erstellt. „Für jeden dieser Teilabschnitte gilt es, im Vorfeld nach der Trassenplanung alle baurechtlichen und behördlichen Genehmigungen einzuholen, bevor die Tiefbauarbeiten aufgenommen werden können“, sagt Grebe und ergänzt: „Zuerst wird die Backbone-Ringleitung erstellt, die den Datentransport ins weltweite Netz gewährleistet.  Danach werden von dieser Datenautobahn aus die einzelnen Orte, deren Straßenzüge und Haushalte mit Glasfaserkabel versorgt.“

Um die insgesamt  von der Fördermaßnahme betroffenen 10.071 Haushalts- und Gewerbeanschlüsse  bis zum Jahresende 2020 zu erschließen, werden insgesamt 625 Kilometer Leerrohre samt Glasfaser und Hausanschlüssen verlegt. Die Tiefbauarbeiten  für die Backbone-Trasse starteten im Oktober 2018 zeitgleich in Welver, Rüthen, Erwitte und Warstein. „Rund acht Kilometer Leerrohre  sind derzeit verlegt, weitere acht Kilometer wurden zugekauft. Neben dem genutzten Bestandsnetz von 140 Kilometern  sind nahezu 20 Prozent der benötigten Kabeltrassen in der Erde“, so Grebe.

Ferner sind die behördlichen Genehmigungen für 14 Trassen-Feinplanungen erteilt. Bauauftaktgespräche fanden in Warstein, Rüthen, Soest, Möhnesee, Lippstadt und Ense statt. Für die weiteren Kommunen erfolgt dieser Startschuss 2019.

„Parallel zu den begonnenen Tiefbauarbeiten steht die Bürgerinformation im Mittelpunkt“, sagt Breitbandkoordinator Christoph Hellmann vom Kreis Soest und ergänzt: „Die Resonanz auf die bislang durchgeführten Informationsveranstaltungen in Allagen und Rüthen mit rund 700 Teilnehmern war überwältigend. Denn Information schafft Transparenz. Alle betroffenen Haushalte sollten daher eine Grundstückeigentümererklärung unterschreiben – die Voraussetzung,  um sich den Glasfaseranschluss kostenfrei  zu sichern.“ Derzeit sind rund 4.000 Grundstückeigentümererklärungen bei innogy eingegangen.

Für weitere umfangreiche Informationen zur aktuellen Projektentwicklung verweist Breitbandkoordinator Hellmann auf die Internetseiten www.kreis-soest.de/breitband und www.innogy-highspeed.com/kreis-soest.

Hintergrund:

Die innogy TelNet errichtet im Kreis Soest mit ihrem Partnerunternehmen Westnetz GmbH das Glasfasernetz. Das zu errichtende Glasfasernetz ist diskriminierungsfrei – das heißt, dass jeder Anbieter, der auf dem Netz anbieten möchte, dies auch tun kann, wenn er mit der innogy TelNet die notwendigen vertraglichen und prozessualen Voraussetzungen dafür geschaffen hat. Der Fachbegriff dafür lautet „Open Access“ und ist eine Bedingung bei staatlich geförderten Ausbauprojekten. Sofern diese Voraussetzungen gegeben sind, können verschiedene Anbieter ihre Glasfaser-Internetprodukte über dieses Netz vertreiben.

Der Endkunde kann dann zwischen den verschiedenen Anbietern, die sich für dieses Glasfaser-Netz haben freischalten lassen, frei wählen.

Der Hausanschluss ist für die betroffenen Adressen kostenlos, wenn sie sich vor der Bauphase (Stichtag wird jeweils an die Adressen kommuniziert) für einen Glasfaser-Anschluss entscheiden. Einige Tage vor Baubeginn werden die betroffenen Adressen eines Bauabschnittes über einen Flyer informiert.

Voraussetzung für die kostenlose Errichtung ist die Zustimmung des Grundstückseigentümers (Grundstückseigentümer-Erklärung) dazu, dass der Glasfaserhausanschluss auf dem Grundstück gelegt werden darf. Bei der Zustimmung zum Glasfaserhausanschluss geht es lediglich um die Errichtung der technischen Infrastruktur. Bei späterer Entscheidung für einen Hausanschluss wird die Errichtung kostenpflichtig.


Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf YoutubeDer Kreis Soest auf Instagram

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z