Reanimation trainieren!

Amtsärzte aus Kreis Soest und HSK frischten theoretische und praktische Kenntnisse auf

Kreis Soest / Hochsauerlandkreis (kso/hsk.2022.05.02.253.hjs/tw) Viele Fortbildungen werden inzwischen Online- oder in Video-Konferenz-Formaten durchgeführt. Wenn es aber um praktische Übungen geht, kann nicht vollumfänglich über Video gelehrt und gelernt werden. Deshalb haben jetzt achtzehn Amtsärztinnen und Amtsärzte des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises (HSK) im Rettungszentrum in Soest ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse in der Wiederbelebung an Übungspuppen aufgefrischt.

Fortbildung
Die Amtsärztinnen und Amtsärzte aus den Kreisgesundheitsämtern des Kreises Soest und des Hochsauerlandkreises, hier Dr. Susanne Bonk und Hansjörg Schulze M.A.E., übten bei einer Fortbildung unter Anleitung von Hans-Peter Trilling (r.) und David Lux (l.) vom Rettungsdienst des Kreises Soest die Wiederbelebung unter der Verwendung eines automatisierten externen Defibrillators an einer Übungspuppe. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Hans-Peter Trilling, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Kreis Soest, und Notfallsanitäter und Praxisanleiter David Lux standen den Ärztinnen und Ärzten in gewohnter und bewährter Weise zur Seite und hatten Fallszenarien, Notfallkoffer, Medikamentengabe, automatisierte externe Defibrillatoren (AED) sowie Puppen zum Üben vorbereitet. Die AEDs führen den Anwender mit präzisen Anweisungen durch die Nutzung bei einer Wiederbelebung und sind für Erste Hilfe durch Ärzte, Notfallsanitäter und auch Laienhelfer besonders geeignet.

„Vor dem Einsatz eines solchen Gerätes muss im Ernstfall zunächst festgestellt werden, ob der Patient wiederbelebt werden muss. Es ist abzuklären, ob der Patient bewusstlos ist oder ob er noch atmet. Bei der Wiederbelebung gilt es dann 30 Mal eine Herzdruckmassage durchzuführen und zwei Mal zu beatmen,“ erläuterte Hans-Peter Trilling. „Kinder sind im Zweifelsfall wie Erwachsene zu reanimieren.“

„Bei der Cardipulmonary Resuscitation (CPR), auf Deutsch Herz-Lungen-Wiederbelebung, geht es darum, den Atem- und Kreislaufstillstand eines Patienten zu beenden,“ ergänzte David Lux. „Ganz wichtig dabei ist, sich im Team abzustimmen, um den sonst sicheren Tod des Patienten zu verhindern.“

„Die Wiederbelebung gehört zu den Fähigkeiten, die man nicht oft genug trainieren kann, denn Übung macht auch hier den Meister“, unterstrich Amtsarzt Hansjörg Schulze, M.A.E., als Organisator für die Abteilung Gesundheit des Kreises Soest die Wichtigkeit dieser von der Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifizierten Fortbildung. „Eine erfolgreiche Reanimation ist in der Regel Teamarbeit. Alle Kolleginnen und Kollegen waren mit Begeisterung dabei und froh, endlich wieder praktisch üben und sich leibhaftig zu treffen und nicht nur online am Monitor oder per TelKo austauschen zu können.“

Dr. Klaus Schmidt, Leitender Amtsarzt des Hochsauerlandkreises ergänzte: „Der rege Austausch der Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Aufgabenbereichen der beiden Gesundheitsämter (Infektionsschutz, Amtsärztlicher Dienst, Kinder- und Jugendärztlicher Dienst, Sozialpsychiatrischer Dienst, Zahnärztlicher Dienst, Schwerbehindertenrecht) fördert das gute interkollegiale Miteinander über die Kreisgrenzen hinweg.“ „Auch im Pandemie-Management haben sich die beiden Gesundheitsämter in den vergangenen zwei Jahren immer wieder miteinander abgestimmt,“ führte Amtsarzt Schulze, Stabsstelle für ärztliche Aufgaben beim Kreis Soest, weiter aus. „In vielen Bereichen lassen sich Synergien sinnvoll nutzen, um gemeinsam für die Öffentliche Gesundheit schlagkräftig aufgestellt zu sein.“