Lesungen mit Jörg Böckem

Autor teilt Suchterfahrungen mit Schülern der drei kreiseigenen Berufskollegs

Kreis Soest (kso.2022.05.02.248.ak/-rn) Der Autor Jörg Böckem, tätig für so renommierte Medien wie „Der Spiegel“ und „Die Zeit“, führte ein Leben als Journalist und Junkie. Er hat lange verschiedene Drogen genommen, Erfahrungen mit Rausch und Sucht, Strafverfolgung und Therapien gemacht und fünf Bücher zum Thema geschrieben. Auf Einladung der Schulsozialarbeit des Kreises und der Suchtprävention im Gesundheitsamt wird er bei Lesungen seine Erlebnisse mit Schülerinnen und Schülern der drei kreiseigenen Berufskollegs teilen.

Leben als Journalist und Junkie
Der Journalist Jörg Böckem wird auf Einladung der Schulsozialarbeit des Kreises und der Suchtprävention im Gesundheitsamt zu drei Lesungen an den kreiseigenen Berufskollegs erwartet. In seinem Bestseller „Lass mich die Nacht überleben – mein Leben als Journalist und Junkie“ hat Jörg Böckem seine eigene langjährige Heroinabhängigkeit und seine Erfahrungen mit Entgiftung und Therapie beschrieben. Foto: Detlef Tapper

„Die Online-Lesereise der Ginko Stiftung für Prävention, Landeskoordinierungsstelle Suchtvorbeugung NRW, hat uns inspiriert, diese Veranstaltungen anzubieten“, erläutert Alexa Krause, Expertin für Suchtprophylaxe im Kreisgesundheitsamt. Insgesamt finden drei Lesungen statt: zwei am 10. Mai an den Soester Berufskollegs (Hubertus Schwartz und Börde) und eine am 11. Mai am Lippe-Berufskolleg (alle für Schülerinnen und Schüler der Schulen).

In seinem Bestseller „Lass mich die Nacht überleben – mein Leben als Journalist und Junkie“ hat Jörg Böckem, geboren 1966, seine eigene langjährige Heroinabhängigkeit und seine Erfahrungen mit Entgiftung und Therapie beschrieben. In den vergangenen Jahren hat er mehrere hundert Lesungen und Vorträge an Schulen und Universitäten, in Gefängnissen und in Einrichtungen der Suchtprävention und Suchthilfe gehalten und mit den Menschen über das Thema Drogen diskutiert.

Er hat in seinem Leben einige Jahre lang die klassischen Drogen genommen: Cannabis, Amphetamine, LSD, Psilocybin, Kokain, Opium und vor allem Heroin. Und natürlich Alkohol und eine ganze Reihe Medikamente, Benzodiazepine, Schmerzmittel und einiges mehr. Einige seiner Freunde sind an Drogen gestorben. Er hat Erfahrung mit Substitution und therapeutischer Beratung gemacht, hat Entzüge und Überdosen, Festnahmen, Strafverfolgung und Haft erlebt und drei mehrmonatige stationäre Drogentherapien abgeschlossen.

Sein aktuelles Buch erschien 2020 in einer überarbeiteten Ausgabe und heißt „High sein – Ein Aufklärungsbuch“. Das Buch hat er zusammen mit dem Wissenschaftler und Präventionspraktiker Dr. Henrik Jungaberle geschrieben. Es widmet sich vor allem den Bereichen Aufklärung, Prävention und harm reduction (Schadensminimierung) und entwickelt sich im Moment in Fachkreisen zum Referenz-Werk.