Flyer für Geschäfts-Inhaber vorgestellt

„Barrierefreiheit im Einzelhandel“ gibt viele Tipps für ein komfortables Einkaufs-Erlebnis

Kreis Soest (kso.2022.07.05.374.mp/bika) Wer nicht auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, hat viele Stolperstellen gar nicht auf dem Schirm: Schmale Durchgänge sind unbequeme Hindernisse, an Stufen geht es nicht weiter, und bei Kanten ist besondere Wachsamkeit angezeigt. Das gilt übrigens häufig auch, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Um Inhaberinnen und Inhaber von Geschäften für diese Probleme und einfache Lösungen zu sensibilisieren, gibt es jetzt den druckfrischen Flyer „Barrierefreiheit im Einzelhandel“.

 Flyer vorgestellt
Haben den Flyer "Barrierefreiheit im Einzelhandel" vorgestellt (v. l.): Filomena Muraca-Schwarzer (stellvertretende Behindertenbeauftragte des Kreises Soest), Dr. Wilhelm Günther (Behindertenbeauftragter des Kreises Soest), Michaela Potthoff (Geschäftsstelle Netzwerk Sanieren mit Zukunft Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe) und Daniela Heimann (Büro des Behindertenbeauftragten Kreis Soest). Foto: Katharina Potthoff/ Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe

nicht auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, hat viele Stolperstellen gar nicht auf dem Schirm: Schmale Durchgänge sind unbequeme Hindernisse, an Stufen geht es nicht weiter, und bei Kanten ist besondere Wachsamkeit angezeigt. Das gilt übrigens häufig auch, wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist. Um Inhaberinnen und Inhaber von Geschäften für diese Probleme und einfache Lösungen zu sensibilisieren, gibt es jetzt den druckfrischen Flyer „Barrierefreiheit im Einzelhandel“. |

Der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest hat das informative Faltblatt in Kooperation mit „Sanieren mit Zukunft im Kreis Soest“, dem Expertennetzwerk für energetische Sanierung und generationengerechte Gebäudeplanung, herausgebracht. Der Flyer enthält viele Tipps für Einzelhandelsbetriebe im Kreis Soest. Es geht nicht nur um den barrierefreien Zugang zum Geschäft und das Ladenlokal selbst, sondern auch darum, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen mit Handicap reagieren können.

Daniela Heimann aus dem Büro des Behindertenbeauftragten im Kreishaus erklärt: „In Deutschland haben über zehn Prozent der Menschen einen Schwerbehindertenausweis mit einem Grad der Behinderung von über 50. Die Kaufkraft dieser Menschen sollte nicht durch örtliche Barrieren ins Internet verlagert werden.“

Kleine Änderungen können schon eine große Wirkung auf die Selbstständigkeit aller Menschen beim Einkaufen haben. Eine vollständige bauliche Umsetzung der Barrierefreiheit im Bestandsbau ist häufig nicht möglich. Aber schon weniger Barrieren helfen Menschen mit Handicap, Rollatoren und Rollstühlen. „Gleichzeitig bieten diese Änderungen allen Menschen mehr Sicherheit und Komfort, zum Beispiel älteren Menschen und Familien mit Kinderwagen“, sagt Michaela Potthoff vom Netzwerk „Sanieren mit Zukunft im Kreis Soest“.

Wer Interesse am oder Fragen zum Flyer hat, darf sich sehr gerne in der Geschäftsstelle des Netzwerkes „Sanieren mit Zukunft im Kreis Soest“ unter der Telefonnummer 02921 892-205 (Montag bis Donnerstag von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr) oder per E-Mail an sanierenmitzukunft@kh-hl.de melden. Auch können hier kostenfreie Beratungsangebote gemacht werden und der Kontakt zu Experten vermittelt werden. Die Geschäftsstelle liegt in der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe, Träger des Netzwerkes ist der Kreis Soest. Der Flyer ist unter www.sanierenmitzukunft.de (Menüpunkt Umsetzungshilfen, generationengerechte Gebäudeplanung, dann Links und Tipps) zu finden.

Der Flyer wurde im Rahmen des „Aktionsplans Inklusion im Kreis Soest“ entwickelt. Mit dem Aktionsplan möchten Verbände der Selbsthilfe, der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest, die Kreisverwaltung sowie alle Städte und Gemeinden im Kreis und die kommunale Politik die Grundlagen schaffen für ein gemeinsames, selbstbestimmtes Leben von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen. Weitere Informationen unter www.kreis-soest.de/aktionsplan.