„Wichtiger Beitrag zum Naturschutz“

Erfolgreiche Vertragsnaturschutzangebote in der Hellwegbörde

Kreis Soest (kso.2022.05.23.310.ll) Der Kreis Soest wirbt gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer und der Biologischen Station der ABU Soest für Vertragsnaturschutzmaßnahmen in der Hellwegbörde. Landwirte, die Flächen für Naturschutzmaßnahmen zur Verfügung stellen, erhalten eine Entschädigung aus Mitteln des Landes und der EU oder der Hellwegbördevereinbarung. Die Vertragspakete reichen vom extensivierten Getreideanbau bis zur Anlage von Blühflächen. Je nach Programm werden je nach entgangenem Nutzen Ausgleichszahlungen geleistet.

Vertragsnaturschutz
Gefördert wird z. B. auch doppelter Saatreihenabstand zur Verbesserung des Lebensraumes für Feldvögel und Säugetiere. Foto: Ralf Joest/ ABU

Die angebotenen Vertragspakete reichen vom extensivierten Getreideanbau bis zur Anlage von Blühflächen. Je nach Programm werden entsprechend dem entgangenen Nutzen Ausgleichszahlungen von bis zu 1.900 Euro je Hektar geleistet. Aktuell beteiligen sich kreisweit rund 570 landwirtschaftliche Betriebe mit rund 3.600 Hektar an den Vertragsnaturschutzprogrammen.

„Durch die Neuprogrammierung der Agrarumweltmaßnahmen und die derzeitigen Veränderungen der Agrarmärkte besteht bei vielen Landwirten eine gewisse Verunsicherung, was die Teilnahme an diesen Programmen betrifft“, so Andreas Kemper, Biodiversitätsberater bei der Landwirtschaftskammer. Durch die jährliche Auszahlung der Prämie bietet die Hellwegbördevereinbarung den Landwirtinnen und Landwirten für mindestens ein Jahr Sicherheit in der Planung der Flächen.

Lena Loerbroks von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises ergänzt: „Wir setzen auf die guten Erfahrungen, die wir in der Zusammenarbeit mit den Landwirten in den letzten 15 Jahren gemacht haben.“ Diese Maßnahmen seien kein Luxus, sondern leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Denn: Vögel, Insekten und Wildpflanzen sind wichtige Bestandteile der Lebensgemeinschaft. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass Landwirte mit diesen Maßnahmen die Bestände vieler Arten deutlich verbessern können“, erklärt Ralf Joest, Biologische Station des Kreis Soest.

Es können in diesem Jahr Anträge gestellt werden, bis das zugeteilte Budget aufgebraucht ist, daher gibt es keine festen Fristen. Ansprechpartner für interessierte Landwirte sind Lena Loerbroks von der Naturschutzbehörde (02921-302544) und Andreas Kemper von der Landwirtschaftskammer (02945-989580), sowie Ralf Joest von der Biologischen Station der ABU (02921-9698784).