Wachsamer Mäusebussard

Jogger macht nicht alltägliche Begegnung im Bereich des Mühlenbaches in Werl

Kreis Soest (kso.2022.05.20.301.mp/tw) Eine nicht ganz alltägliche Begegnung mit einem Bussard machte ein Jogger am vergangenen Sonntag im Bereich des Mühlenbachs zwischen Westönnen und Oberbergstraße. Der Bussard sah in dem Jogger vermutlich eine Gefahr für seine Jungen, sodass er diese mit vollem Körpereinsatz gegenüber dem Jogger verteidigen wollte. Diese Begegnung ging bis auf ein paar leichte Verletzungen glimpflich aus. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Soest ruft deshalb vorsorglich zur Vorsicht auf.

 

Bereich meiden
Dieser idyllische Bereich am Bahnhofsweg zwischen Werl-Westönnen und Werl-Oberbergstraße sollte in den nächsten Wochen vorsorglich gemieden werden. Ein wachsamer Mäusebussard schützt hier seine Jungen. Foto: Marietta Puhl/ Kreis Soest

Eine nicht ganz alltägliche Begegnung mit einem Bussard machte ein Jogger am vergangenen Sonntag im Bereich des Mühlenbachs zwischen Westönnen und Oberbergstraße. Der Bussard sah in dem Jogger vermutlich eine Gefahr für seine Jungen, sodass er diese mit vollem Körpereinsatz gegenüber dem Jogger verteidigen wollte. Diese Begegnung ging bis auf ein paar leichte Verletzungen glimpflich aus. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Soest ruft deshalb vorsorglich zur Vorsicht auf.

Wer kann, sollte es in den nächsten Wochen vermeiden, diese Strecke zu nutzen. So ein Verhalten ist von Bussarden bekannt, kommt aber relativ selten vor. Der Bereich, in dem die Begegnung stattfand, ist sowohl Vogel-, als auch Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Dementsprechend fühlen sich die Vögel dort wohl und sind auch recht ungestört und möchten bei einer Störung oder drohenden Gefahr ihr Revier und ihre Jungen verteidigen. Angst haben muss man aber nicht.

Thomas Störmann, der für Artenschutz zuständige Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde, rät: „Am besten sollte man den Bereich bis Ende Juli meiden. Sollte man dennoch dort unterwegs sein, kann man sich schützen, indem man eine Kopfbedeckung trägt, da sich Bussarde immer auf die höchste Stelle fixieren. Es könnte auch hilfreich sein, einen Stock oder ähnliches hochzuhalten und seinen Kopf so gut es geht abzuschirmen. Auf jeden Fall sollte man nicht in Panik geraten und wegrennen, sondern sich langsam entfernen. Die Geschwindigkeit ist nämlich ausschlaggebend. Spaziergänger sind weniger gefährdet als Radfahrer oder Jogger.“