Ukraine: Kreis aktiviert Krisenstab

1.600 Kriegsvertriebene im Kreis untergekommen – Registrierung gestartet

Kreis Soest (kso.2022.03.24.181.-rn) 1.600 kriegsvertriebene Menschen aus der Ukraine sind derzeit schon in den Städten und Gemeinden des Kreises Soest privat untergekommen (Stand 23. März). Sie haben sich über ein Formular auf der Webseite www.kreis-soest.de/ukrainehilfe gemeldet. Darüber hinaus ist von einer Dunkelziffer auszugehen. Außerdem wird die Zahl der vom Land zugewiesenen Kriegsvertriebenen rasant ansteigen. Um diese Herausforderungen meistern zu können, hat der Kreis Soest seinen Krisenstab aktiviert.

Registrierung neben der Impfstelle
Die Ausländerbehörde des Kreises hat in den Räumlichkeiten der Firma Eaton am Soester Schloitweg, in der sich auch die ständige Impfstelle befindet, eine Registrierungsstelle für Kriegsvertriebene aus der Ukraine eingerichtet. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

Es handelt sich um den administrativ-organisatorischen Krisenstab der Kreisverwaltung, wie ihn der Krisenstabserlass des Landes Nordrhein-Westfalen vorsieht. Der Krisenstab übernimmt auch die Aufgaben, die bisher von der Koordinierungsgruppe Corona wahrgenommen wurden, welche gemeinhin als „Corona-Krisenstab“ firmierte. „Wir müssen auf die sich immer weiter zuspitzende Situation im Hinblick auf die Vertriebenen aus der Ukraine reagieren und nun in den Krisenstabmodus wechseln“, betont Kreisdirektor Volker Topp, der als Leiter des Krisenstabes fungiert. Als Mitglieder hat er Vertreterinnen und Vertreter des Ordnungsamtes, der Abteilung Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz, der Schulverwaltung, des Sozialamtes, des Kreisjugendamtes und des Gesundheitsamtes berufen. Außerdem gehören der Pressesprecher und der Kreisbrandmeister dem Gremium an. Ereignisbezogen sollen weitere Abteilungen der Kreisverwaltung zu anfallenden Schwerpunktthemen eingebunden werden.

Neben dem Krisenstab laufen die Fäden bei der Geschäftsstelle Ukrainehilfe zusammen, die in der Kreisverwaltung etabliert wurde. Für diese koordinierende Tätigkeit wurden zwei Mitarbeiterinnen von ihren regulären Aufgaben freigestellt.

Unterdessen hat die Ausländerbehörde des Kreises in den Räumlichkeiten der Firma Eaton am Soester Schloitweg, in der sich auch die ständige Impfstelle befindet, mit der ausländerrechtlichen Registrierung von Kriegsvertriebenen aus der Ukraine einschließlich der Aufnahme der biometrischen Daten (Fingerabdrücke, Fotos) begonnen. Der Ort der Registrierungsstelle soll die Möglichkeit eröffnen, den Flüchtlingen auch das Angebot einer Corona-Schutzimpfung zu machen. Wichtig: Die Registrierung wird nur mit Termin durchgeführt. Die Ausländerbehörde kommt mit einem Termin auf die Ukrainerinnen und Ukrainer zu, die sich gemeldet haben. Alle, die sich bisher noch nicht gemeldet haben, sind aufgerufen, das mit Hilfe des Formulars auf der Webseite www.kreis-soest.de/ukrainehilfe nachzuholen.