"Sinnloses Morden in der Ukraine sofort beenden"

Kreisverwaltung und Ältestenrat des Kreistages verurteilen russischen Angriffskrieg

Kreis Soest (kso.2022.03.14.155.-rn) In einer gemeinsamen Resolution verurteilen Kreisverwaltung und der Ältestenrat des Soester Kreistags den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine auf das Schärfste. Landrätin Eva Irrgang und die Fraktionsvorsitzenden fordern eine sofortige Beendigung der Kriegshandlungen. Nur mit einem umgehenden Waffenstillstand könnten weitere Opfer und noch mehr menschliches Leid verhindert werden. Gleichzeitig sichern sie den Kriegsvertriebenen umfassende Hilfe zu.

Der Text der Resolution im Wortlaut:

„77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist etwas eingetreten, das angesichts der historischen Erfahrungen bislang eigentlich als undenkbar galt. In einem beispiellosen Akt der Aggression hat Russland unter einem eklatanten Bruch des Völkerrechts in Europa einen Angriffskrieg gegen ein Nachbarland begonnen. Wir verurteilen dieses menschenverachtende Vorgehen auf das Schärfste.

Unsere Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine, die um ihr Leben fürchten müssen. Bereits nach wenigen Tagen gibt es eine hohe Zahl an Opfern. Soldaten auf beiden Seiten sind gefallen und viele Menschen der Zivilbevölkerung sind gestorben. Das durch nichts zu rechtfertigende Morden muss ein sofortiges Ende haben. Wir fordern Russland auf, umgehend zu den gemeinsamen Werten der Vereinten Nationen zurückzukehren und ohne Zeitverzug und Bedingungen in Verhandlungen einzutreten. Nur mit einem sofortigen Waffenstillstand können in der Ukraine weitere Opfer und noch mehr Leid vermieden werden. Der Schutz der Menschen und das Ende der humanitären Katastrophe muss höchsten Vorrang haben.

Unterdessen werden wir im Kreis Soest alles unternehmen, um den Kriegsvertriebenen aller Nationalitäten, Ethnien und Religionen, die aus der Ukraine in den Kreis Soest kommen, umfassend zu helfen. Die Kreisverwaltung und alle Kommunen bereiten sich intensiv auf diese Herausforderung vor. Wir wollen unbürokratisch dafür zu sorgen, dass die vertriebenen Menschen angemessen untergebracht, versorgt und betreut werden. Dazu arbeiten Kreis sowie Städte und Gemeinden eng zusammen. Unseren großen Respekt sprechen wir den vielen Bürgerinnen und Bürgern aus, die sich für die Ukraine-Hilfe einsetzen. Die Hilfsbereitschaft ist groß, die Hilfsangebote, die gemacht werden, sind vielfältig. Dieses außerordentliche Engagement der Bürgerschaft ist eine große Unterstützung. So können wir es gemeinsam schaffen, dass der Kreis Soest für die Kriegsvertriebenen aus der Ukraine zu einem sicheren Hafen wird, solange es keinen Frieden gibt.“