Kartierungen des Geologischen Dienstes NRW

Mitarbeiter ab März in Ense und Möhnesee unterwegs

Kreis Soest (kso.2022.03.14.153.ms) Mitarbeiter des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen (GD NRW) werden im Zeitraum von März 2022 bis Dezember 2023 Geländearbeiten für eine bodenkundliche Landesaufnahme in Ense und Möhnesee durchführen. Die Untersuchungen dienen der allgemeinen Bestandsaufnahme des Bodens und des oberflächennahen Untergrundes. Die Ergebnisse der Aufnahmen werden in amtlichen Karten veröffentlicht. Darauf macht das Sachgebiet Bodenschutz der Abteilung Umwelt des Kreises Soest aufmerksam.

Bodenproben mit Pürckhauer-Handbohrstock
Feststellen des Bodentyps und Beurteilung der Bodeneigenschaften mit Hilfe eines Pürckhauer-Handbohrstocks. Foto: Marius Scheliga/ Kreis Soest

Die Karten sind wichtige Unterlagen für viele Aufgaben und Fragestellungen, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft (Bodennutzung und -verbesserung, Erosionsschutz, Holzartenwahl), in der Wasserwirtschaft (ent- und bewässerungsbedürftige Flächen) im Bauwesen, bei der Planung und Landespflege und im Landeskulturbau. Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels spielt die genaue Kenntnis der Bodenstandorte eine immer wichtigere Rolle. Dies wurde uns im Sommer letzten Jahres bei der katastrophalen Ahrtal-Flut „eindrucksvoll“ vor Augen geführt. Erosive Starkregenereignisse werden zukünftig zunehmen.

„Die Erkundungsarbeiten beschränken sich auf forst- und landwirtschaftliche Standorte“, erläutert Marius Scheliga, Sachgebietsleiter im Sachgebiet Bodenschutz der Abteilung Umwelt des Kreises Soest. „Dabei werden kleine Handbohrungen mit Hilfe eines Pürckhauer-Handbohrstocks erstellt. Stellenweise erfolgen kleine Aufgrabungen zur Entnahme von Bodenproben.“ Bei den Kartierungen werde Rücksicht auf landwirtschaftliche Belange und die Nutzung der Flächen genommen. Die gesetzliche Grundlage für die Befugnis des Betretens der Grundstücke stelle unter anderem der Paragraph 6 des Geologiedatengesetzes dar.