Amphibienwanderung beginnt

Untere Naturschutzbehörde stellt Zäune auf

Kreis Soest (kso.2022.03.11.149.mr/uk/tw) Sobald die Nachtfröste dem Ende entgegen gehen und die Nachttemperaturen um die fünf Grad Celsius liegen, starten die Amphibien ihre Wanderung. Leider endet die Reise für viele Tiere unter einem Autoreifen. Damit dieses Schicksal möglichst wenigen blüht, wird der Kreis an potentiellen Gefahrenstellen Krötenzäune und Warnschilder aufstellen und eine Strecke sperren. Die Maßnahmen dienen auch der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Denn viele überfahrene Tiere sorgen für eine erhöhte Rutschgefahr.

Auf dem Weg zum Laichgewässer
Jetzt machen sich Kröten und andere Amphibien wieder auf den Weg zu den Laichgewässern. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Soest bittet alle Kraftfahrer für den relativ kurzen Zeitraum der Wanderung, der etwa sechs bis acht Wochen umfasst, besonders vorsichtig zu fahren und die Warnschilder zu beachten. Foto: Christian Schwarz

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Soest bittet alle Kraftfahrer für den relativ kurzen Zeitraum der Amphibienwanderung, es handelt sich um etwa sechs bis acht Wochen, besonders vorsichtig zu fahren und die Warnschilder zu beachten. Insbesondere in den späten Abend- und Morgenstunden, von 19 bis 6 Uhr, werden die Tiere aktiv und sind für Verkehrsteilnehmer spät zu erkennen. „Wenn es draußen wärmer als fünf Grad wird, die Tage länger werden und es öfters regnet, dann kommen Amphibien, insbesondere Erdkröten, aus ihren Winterquartieren und machen sich auf den Weg zu Teichen und Weihern“, erklärt Marianne Rennebaum, Sachgebietsleiterin für Natur- und Landschaftsschutz der Kreisverwaltung Soest.

Das Ziel der Tiere ist das so genannte Laichgewässer. Das kann ein Teich, ein See oder aber auch ein Wiesengraben sein. Zur Sicherheit der Kröten und der Autofahrer stellt der Kreis Soest vorsorglich Warnschilder an den Kreisstraßen 9 (Meiningsen), 30 (Lüttingen), 42 (Benninghausen/ Hellinghausen) und 3 (Schwefe/ Merklingsen) auf. Zudem wird in den kommenden Tagen die Schulstraße in Mellrich zwischen der Bundesstraße 55 und dem Abzweig Schloß Eggeringhausen für die Zeit der Amphibienwanderung gesperrt. „Auf diesem Streckenabschnitt wandern jedes Jahr Tausende von Erdkröten und Molchen zu ihrem Laichgewässer“, weiß Ulrich Kowatz, zuständiger Sachbearbeiter im Sachgebiet Natur- und Landschaftsschutz.

Weiterhin werden an neun Streckenabschnitten Krötenzäune aufgestellt: an der Kreisstraße 11 in Hattrop, an den Zufahrten zu Schloss Körtlinghausen in Kallenhardt, an der Landesstraße 673 in Wiehagen, an der Kreisstraße 8 in Möhnesee-Völlinghausen, am Fischteich in Wamel, an der Kreisstraße 30 in Lüttringen, an der Straße Im Grund in Günne, an der Landesstraße 845 in Lippetal und an der Kläranlage in Bad Sassendorf zwischen Bad Sassendorf und Weslarn errichtet. Unterstützung bekommt der Kreis Soest dabei vom Landschaftsinformationszentrum Wald und Wasser Möhnesee (Liz), von Straßen NRW, von Bürgern, Orrtsgruppen und Ortsvorstehern und von der BUND-Ortsgruppe Kallenhardt. Die Kreisverwaltung Soest bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern für Ihren Einsatz beim Aufbau und der Betreuung

Weitere Informationen gibt es bei Ulrich Kowatz, zuständiger Sachbearbeiter für Amphibienschutz, unter der Telefonnummer 02921/302237.

Achtung, Kröten kreuzen!
Die Schulstraße in Anröchte-Mellrich zwischen der Bundesstraße 55 und dem Abzweig Schloß Eggeringhausen wird jetzt für die Zeit der Amphibienwanderung gesperrt. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest