Landrätin begrüßt Mobilfunkkoordinator

Philipp Bußmann neu im Team Breitbandkoordination

Kreis Soest (kso.2022.01.14.020.ch/bika) Viele Funklöcher sind bereits geschlossen. Doch an einigen Orten gibt es immer noch weiße Flecken ohne Handyempfang. Ziel der Kreisverwaltung ist es, dass diese Lücken schnellstmöglich geschlossen werden. Mit Philipp Bußmann hat das Team der Breitbandkoordination jetzt personelle Verstärkung bekommen, um nicht nur beim Glasfaser-Ausbau weiter Tempo zu machen, sondern auch um die Mobilfunkversorgung voranzutreiben. Finanziert wird seine Stelle aus dem Mobilfunkpakt des Landes.

Mobilfunkkoordinator begrüßt
Landrätin Eva Irrgang (2. v. l.) begrüßte im Beisein von Gigabitkoordinator Christoph Hellmann (r.) und Sonja Claus (Öffentlichkeitsarbeit Breitband, l.) den neuen Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest

Das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) unterstützt die Kreise mit Fördermitteln von jeweils 210.000 Euro zur Besetzung dieser Positionen für drei Jahre. Der Kreis Soest hat den Zuwendungsbescheid gerade von der Geschäftsstelle Gigabit.NRW bei der Bezirksregierung Arnsberg erhalten. „Wir gehören mit zu den Ersten, die diese Stelle besetzt haben“, erklärt Landrätin Eva Irrgang, die Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann im Kreishaus begrüßte. „Das ist wichtig, weil sich gut ausgebaute Mobilfunknetze zu einem enormen Standortfaktor entwickelt haben.“

Rasend schnelles Internet und zuverlässiger Mobilfunkempfang sind schließlich nicht nur für Firmen wichtige Kriterien, sondern entscheiden inzwischen auch bei vielen Familien mit über die Wohnortwahl. Homeoffice ohne ordentliche Internetleitung? Geht gar nicht. Genauso wie fehlender Mobilfunkempfang. Doch: „Gerade in den ländlichen Regionen ist der marktgetriebene Ausbau schwierig“, erläutert Mobilfunkkoordinator Philipp Bußmann, warum es immer noch Funklöcher gibt. „Die Investitionskosten für die privaten Netzbetreiber sind sehr hoch, weil Wege weit sind und damit die teuren Leitungen lang.“

Seine Aufgabe wird unter anderem darin bestehen, als Bindeglied zwischen Kommunen, Politik und Bürgern zu fungieren, die Schnittstelle zu Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreibern zu bilden und sie beispielsweise bei der Standortsuche zu unterstützen. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung mit dem neuen 5G-Mobilfunkstandard.

Bußmann wird eng mit Gigabitkoordinator Christoph Hellmann zusammenarbeiten. „Die zentrale Koordinierung mit allen Akteuren hat sich schon bei der Breitbandförderung bewährt. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit werden wir beim Mobilfunkausbau im Kreis Soest weiterführen“, berichtet Landrätin Eva Irrgang.

Das Team Breitbandkoordination hat auch ein offenes Ohr für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. „Wir wissen, dass die Zusammenhänge komplex sind. Deshalb wollen wir mit den Menschen über die Themen 5G und Glasfaser ins Gespräch kommen“, unterstreicht Sonja Claus, die das Team Breitbandkoordination im Kreis Soest bei der Öffentlichkeitsarbeit ergänzt.

Die aktuelle und geplante Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen liegt im Kreis Soest mit 35 Prozent über die zukunftsfähige Glasfaser-Technologie und mit 61 Prozent über das TV-Kabel schon weit über dem Landesdurchschnitt. Doch bei der Mobilfunkversorgung müssten die vier Mobilfunkversorger im Kreis Soest noch erheblich nachlegen: „Wenn man die langen Bauzeiten zur Anbindung aller bisherigen und noch zusätzlich benötigten Standorte mit Glasfaser betrachtet, ist ein aktives koordiniertes Handeln aller Akteure unumgänglich“, berichtet Gigabitkoordinator Christoph Hellmann.

Weitere Informationen auf der Internetseite www.kreis-soest.de/breitband.