Gesundheitsamt appelliert an Eigenverantwortung

Dringende Empfehlung: „Alle anwendbaren Vorsichtsmaßnahmen umsetzen“

Kreis Soest (kso.2021.12.21.759.-rn) Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen und der bevorstehenden Jahreswende wendet sich das Gesundheitsamt des Kreises Soest mit dem dringenden Appell an alle Bürgerinnen und Bürger, durch eigenverantwortliches und umsichtiges Handeln dazu beizutragen, dass die Corona-Infektionszahlen nicht in die Höhe schnellen.

„Pandemie nur gemeinsam zu bewältigen“
Angesichts der sich verbreitenden Omikron-Variante ruft Dr. Andrea Gernun, Leitende Amtsärztin, dazu auf, alle anwendbaren Vorsichtsmaßnahmen umzusetzen und damit sich und andere bestmöglich zu schützen. Ihr Credo: „Nur gemeinsam lässt sich diese Pandemie bewältigen.“ Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Dr. Andrea Gernun, Leitende Amtsärztin, betont: „Gerade die Ausbreitung der Omikron-Variante ist sehr beunruhigend. Großbritannien und Dänemark zeigen, wie rasch sich die Virusvariante ausbreitet und welche durchaus dramatischen Auswirkungen damit verbunden sind. Deshalb ist es aus Sicht des Infektionsschutzes wichtig, Veranstaltungen in Innenräumen wie Weihnachtsfeiern, aber auch größere Familienfeiern abzusagen. Keiner will doch ursächlich am Erkranken oder gar schlimmeren Folgen einer Covid-Erkrankung durch Keimeintrag mitwirken.“

Ihre Empfehlung: Insbesondere vor Kontakt zu besonders gefährdeten Personen, zum Beispiel bei privaten Begegnungen aus Anlass der Feiertage, sollte ein vollständiger Impfschutz vorliegen und zusätzlich ein Test gemacht werden. Das gelte auch für Geimpfte und Genesene. „Menschen in höheren Altersgruppen und Menschen mit vorbestehenden Erkrankungen sind am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen“, warnt die Leiterin des Gesundheitsamtes.  Allgemein sei es wichtig, Kontakte auf das unbedingt erforderliche Maß zu reduzieren. Das Tragen einer Maske, auch wenn es nicht überall mehr vorgeschrieben ist, die Einhaltung der Hygieneregeln und regelmäßiges Lüften sollten nach wie vor selbstverständlich sein, so Dr. Andrea Gernun.

In diesem Zusammenhang weist die Leiterin des Gesundheitsamtes darauf hin, dass das Robert Koch-Institut angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante seine Risikobewertung zu COVID-19 erneut aktualisiert hat und das Risiko auch für doppelt Geimpfte und Genesene jetzt als hoch einstuft. Für die Gruppe der Ungeimpften werde die Infektionsgefährdung als sehr hoch eingestuft. Umso wichtiger sei es, sich impfen bzw. boostern zu lassen. Die Covid-Schutzimpfung schütze weitgehend vor schweren Krankheitsverläufen. Dr. Andrea Gernun: „Die Omikron-Variante ist deutlich übertragbarer und es bestehen noch Unsicherheiten hinsichtlich der Effektivität und Dauer des Impfschutzes sowie der Schwere der Erkrankung. Die aktuelle Entwicklung ist daher sehr besorgniserregend und es ist zu befürchten, dass es bei weiterer Verbreitung der Omikron-Variante in Deutschland wieder zu einer weiteren Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfällen kommen wird und die deutschlandweit verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden. Deshalb sind jeder Bürger und jede Bürgerin aufgerufen, alle anwendbaren Vorsichtsmaßnahmen umsetzen und damit sich und andere bestmöglich zu schützen. Nur gemeinsam lässt sich diese Pandemie bewältigen.“