Selbsthilfegruppe für Menschen mit Traumaerfahrungen

Treffen jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr in Lippstadt

Kreis Soest (kso.2022.01.06.003.as/jdw/tw) Im Herbst 2020 hat sich mit Unterstützung der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) des Kreises Soest in Lippstadt eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Traumaerfahrungen gegründet, um seelische Verletzungen, ausgelöst durch unnormale Ereignisse, wie Unfall, Überfall, Schicksalsschlag oder Naturkatastrophe, besser gemeinsam verarbeiten zu können. Wer an den Gruppentreffen teilnehmen möchte, kann dies jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr in Lippstadt tun.

Gruppentreffen
Die Treffen der Selbsthilfegruppe für Menschen mit Traumaerfahrungen in Lippstadt finden jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr statt. Symbolfoto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest

Anmeldung bitte per E-Mail bei der Gruppe unter PTBSLippstadt@gmx.de. Alternativ kann die Kontaktaufnahme auch über die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) des Kreises Soest bei Astrid-Britta Schlüter unter der Telefonnummer 02921/302162 oder bei Dana Stinson unter der Nummer 02921/303897 erfolgen.

Ein Trauma kann jeden oder jede treffen und einem von jetzt auf gleich den Boden unter den Füßen wegziehen. „Darauf mit einer heftigen psychischen Symptomatik zu reagieren, wie zum Beispiel mit Verzweiflung, Angst, Starre oder eingeschränkter Wahrnehmung, ist erst einmal eine gesunde Art und Weise der Seele mit der extremen Bedrohung umzugehen“, weiß KISS-Mitarbeiterin Astrid-Britta Schlüter. „Schwierig wird es, wenn keine angemessene Behandlung erfolgt und sich bestimmte Probleme dauerhaft zeigen und zu persönlichem Leiden werden. Spätestens dann ist eine professionelle Hilfe unabdingbar.“

Dass trotz allem aber eine normale Alltagsbewältigung möglich ist, lebt die Lippstädter Gruppe seit September 2020 vor. Während der Treffen steht die Lebensfreude und der Genuss ganz vorne. „Bei uns sollen sich Betroffene verstanden fühlen, sich nicht erklären müssen und dann einfach gemeinsam mit uns Freude empfinden können“, betont die Ansprechpartnerin der Gruppe.

Ergänzt werden die Treffen durch die Einladung von Fachärzten und Experten verschiedenster Bereiche, um ihr Wissen einzubringen. Auch Angehörige und Freunde sind willkommen und werden gezielt zu einzelnen Terminen geladen, um sie für die Erkrankung zu sensibilisieren und gleichermaßen Betroffene kennenzulernen.