Geflügelpest: „Lage sehr ernst“

Zwei weitere Ausbrüche im Nachbarkreis Paderborn nahe der Grenze zum Soester Kreisgebiet

Kreis Soest (kso.2021.12.03.706.-rn) Zwei weitere bestätigte Fälle der hoch ansteckenden Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1, im Kreis Paderborn nahe der Grenze zum Kreis Soest nimmt Professor Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes beim Kreis Soest, zum Anlass, erneut an alle Geflügelhalter zu appellieren, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. „Das Seuchengeschehen ist sehr dynamisch. Folglich sollte die Lage sehr ernst genommen werden“, betont der Leitende Kreisveterinärdirektor.

Überwachungszone
Die Karte verdeutlicht die auf Soester Kreisgebiet eingerichtete Anschluss-Überwachungszone.

Es handelt sich um den vierten und fünften bestätigten Ausbruch im Kreis Paderborn innerhalb von zwei Wochen.  Vor knapp zwei Wochen erreichte die Geflügelpest auch den Kreis Soest, als in einem Betrieb in Lippstadt-Dedinghausen das Virus nachgewiesen wurde. Die neuen Ausbrüche im Nachbarkreis betreffen einen Betrieb in Delbrück-Steinhorst sowie eine Hobby-Haltung in Delbrück-Sudhagen. Die Hobby-Haltung liegt so nahe an der Kreisgrenze, dass der Veterinärdienst eine weitere Anschluss-Überwachungszone (früher „Beobachtungsgebiet“; mindestens zehn Kilometer Radius) auf Soester Kreisgebiete gebildet hat. Dieses Überwachungsgebiet, das Teile von Lippstadt und Geseke berührt, überschneidet sich mit bereits bestehenden Restriktionszonen.

Per Allgemeinverfügung hatte der Veterinärdienst des Kreises Soest bereits angeordnet, im gesamten Soester Kreisgebiet sämtliches Geflügel aufzustallen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten.

Die Geflügelpest ist hochansteckend und für Hühner und Puten meist sehr schnell tödlich. Deshalb fordert der Veterinärdienst des Kreises Soest alle Geflügelhalter im Kreis Soest auf, ihre Tiere genau zu beobachten und Verdachtsfälle dem Kreis zu melden.