Wasserwirtschaft flutet neue Ahse-Trasse

Renaturierung an der historischen Papiermühle in Bad Sassendorf-Lohne vor dem Abschluss

Kreis Soest (kso.2021.12.01.702.ak/-rn) Die Renaturierungsarbeiten an der Ahse im Bereich der historischen Papiermühle Lohne sind fast abgeschlossen. Das teilt die Wasserwirtschaft der Kreisverwaltung mit und berichtet, dass am Dienstag, 30. November, die rund 500 Meter lange neue Trasse innerhalb des Auwaldes erstmals geflutet und damit an die Ahse angeschlossen worden sei.

Durchstich
Am Dienstag, 30. November, war es soweit: Der Bagger schloss die neue Umgehungstrasse an der historischen Papiermühle Lohne an die Ahse an. Foto: Annette Kühlmann/ Kreis Soest

Das Sachgebiet Wasserwirtschaft des Kreises Soest ist an der Ahse verantwortlich für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Die EG-WRRL gibt vor, dass alle Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen sind. Hierzu gehört auch die Herstellung der Fischdurchgängigkeit. Bis zum Durchstich am Dienstag, 30. November, war die Wehranlage an der Papiermühle für Fische unüberwindbar. Mit dem neuen Bachlauf innerhalb des Waldes, dem so genannten Umgehungsgerinne, haben Fische und andere Gewässerbewohner nun die Möglichkeit, sich auch die Ahse oberhalb des Wehres an der Papiermühle zu erschließen.

Der neue Verlauf hat ein für Bördebache typisches Kastenprofil mit nahezu senkrechten Böschungen. Die Einschnittstiefen liegen zwischen 50 und 100 Zentimeter. „Durch diese zum Teil geringen Einschnittstiefen kann die Ahse schon bei etwas höheren Wasserständen in die Aue ausufern. Der Auwald wird so zu einem wichtigen Rückhalteraum insbesondere bei Hochwasserlagen. Auen sind zudem ein sehr wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere“, erläutert Projektleiterin Annette Kühlmann. Durch einen definierten Zufluss werde sichergestellt, dass auch weiterhin Wasser an der Papiermühle vorbeifließt.