Dritter Geflügelpest-Fall im Nachbarkreis Paderborn

Anschluss-Überwachungszone auf Soester Kreisgebiet eingerichtet

Kreis Soest (kso.2021.11.29.692.-rn) Nach einem dritten Ausbruch der hoch ansteckenden Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N1, im Nachbarkreis Paderborn hat der Kreis Soest eine Anschluss-Überwachungszone eingerichtet, weil der betroffene Geflügelbetrieb in Delbrück-Sudhagen und damit nahe der Kreisgrenze liegt. Dieses Überwachungsgebiet überschneidet sich mit bestehenden Restriktionszonen.

Überwachungszone
Die Karte verdeutlicht die auf Soester Kreisgebiet eingerichtete Anschluss-Überwachungszone.

Nach einem Ausbruch in Lippstadt-Dedinghausen hatte der Kreis Soest bereits eine Schutzzone (früher „Sperrbezirk“; mindestens drei Kilometer Radius) und eine Überwachungszone (früher „Beobachtungsgebiet“; mindestens zehn Kilometer Radius) gebildet. Auch die beiden vorhergegangenen Ausbrüche in Delbrück hatten Anschluss-Restriktionszonen im Soester Kreisgebiet zur Folge. Insgesamt befinden sich im Kreis Soest 135 Geflügel haltende Betriebe in Schutzzonen und 374 in Überwachungszonen. Die Geflügelhöfe in Schutzzonen besucht der Veterinärdienst des Kreises Soest und nimmt eine klinische Untersuchung der Tiere vor. Die Halter in Überwachungszonen werden informiert. Per Allgemeinverfügung hatte der Veterinärdienst des Kreises Soest bereits angeordnet, im gesamten Soester Kreisgebiet ab sofort sämtliches Geflügel aufzustallen. Diese Maßnahme soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten.

Alle Geflügelhalter sind dringend aufgerufen, sämtliche Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Die Geflügelpest ist hochansteckend und für Hühner und Puten meist sehr schnell tödlich. Deshalb appelliert der Veterinärdienst des Kreises Soest an alle Geflügelhalter im Kreis Soest, ihre Tiere genau zu beobachten und Verdachtsfälle dem Kreis zu melden.