Geflügelpest wieder auf dem Vormarsch

Veterinärdienst bittet um Meldung gehäufter Funde toter Wildvögel

Kreis Soest (kso.2021.11.10.651.-rn) Der Kreis Soest war im März 2021 von Ausbrüchen der Geflügelpest (HPAIV H5) nur indirekt betroffen, als diese in Nachbarkreisen auftrat. Auch weil die heimischen Geflügelhalter die Appelle beherzigten, die notwendigen vorbeugenden Maßnahmen zu treffen. Darauf setzt Professor Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes, jetzt wieder. Dann seit Mitte Oktober gibt es in Deutschland wieder vermehrt Funde von HPAIV-infizierten Wildvögeln sowie erste Einträge bei Geflügel und gehaltenen Vögeln.

Vorbeugende Maßnahmen treffen
Insbesondere Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht ausschließlich in Ställen halten, haben eine große Verantwortung bei der Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen zur Vorbeugung gegen die Einschleppung der Geflügelpest. Foto: Anna-Lena Heinz/ Kreis Soest

Kreis Soest war im März 2021 von Ausbrüchen der Geflügelpest (HPAIV H5) nur indirekt betroffen, als diese in Nachbarkreisen auftrat. Auch weil die heimischen Geflügelhalter die Appelle beherzigten, die notwendigen vorbeugenden Maßnahmen zu treffen. Darauf setzt Professor Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes, jetzt wieder. Dann seit Mitte Oktober gibt es in Deutschland wieder vermehrt Funde von HPAIV-infizierten Wildvögeln sowie erste Einträge bei Geflügel und gehaltenen Vögeln. |

Bisher betroffen sind Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Vor diesem Hintergrund hat das auf der Ostsee-Insel Riems ansässige Friedrich-Loeffler-Institut als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit das Risiko einer Ausbreitung von HPAIV H5 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland mittlerweile als „hoch“ eingestuft. Es wird dringend empfohlen, Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern.

Konkret appelliert der Leitende Kreisveterinärdirektor Professor Dr. Wilfried Hopp an alle Geflügelhalter im Kreis, Wildvögeln den Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen zu versperren und Tiere nicht mit Oberflächenwasser zu tränken, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben. Insbesondere Geflügelhalter, die ihre Tiere nicht ausschließlich in Ställen halten, hätten eine große Verantwortung bei der Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen. Dazu gehöre vor allem die Pflicht, das Veterinäramt über unklare Krankheits- oder Todesfälle bei Geflügel zu informieren und die Tiere schnellstmöglich auf Geflügelpest untersuchen zu lassen.

Außerdem bittet der Amtsveterinär Geflügelhalter, Ornithologen sowie alle Bürgerinnen und Bürger um Wachsamkeit. „Gehäufte Funde toter Wildvögel sollten uns sofort gemeldet werden“, so Professor Dr. Wilfried Hopp. „Eine Früherkennung der Geflügelpest ist von entscheidender Bedeutung.“ In diesem Zusammenhang komme es auf eine Beobachtung und Meldung von Auffälligkeiten bei den eintreffenden Zugvögeln in Vogelschutzgebieten und auf Rastplätzen an. 

Der gehäufte Fund von Wildvögeln kann dem Veterinärdienst unter Telefon 02921/30-2195 oder außerhalb der Dienstzeiten unter den Notrufnummern 110 oder 112 gemeldet werden.