Fachtag Schulsozialarbeit zum Thema Digitalisierung

Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus begrüßte Fachkräfte auf Haus Düsse

Kreis Soest (kso.2022.10.26.523.bt) „Es gibt wunderbare, kreative und sinnvolle Möglichkeiten, das Internet in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu nutzen.“ Mit diesen Worten von Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Bildung und Soziales, startete der Fachtag Schulsozialarbeit. Mit dem Vortrag, der auch gleichzeitig der Titel des Fachtags war, brachte es Prof. Dr. Nicole Ermel von der Internationalen Hochschule Köln anschließend direkt auf den Punkt: „Digitalisierung – (k)ein Thema für die Schulsozialarbeit?“

Dreh Stop-Motion-Film
Die Teilnehmenden des Fachtags hatten die Möglichkeit, mit Hilfe verschiedener Materialien einen eigenen Stop-Motion-Film zu drehen. Foto: Caja Becke/ Medienzentrum Kreis Soest

Schnell wurde den rund 50 Teilnehmenden klar, dass diese Frage nur rhetorisch gemeint war. Denn der Fachtag, der durch die Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit des Kreises in Kooperation mit dem Medienzentrum und der Schulpsychologischen Beratungsstelle auf Haus Düsse in Bad Sassendorf-Ostinghausen ausgerichtet wurde, machte die Relevanz des Themas auf verschiedenen Ebenen deutlich.

Die Arbeitsweise und die Anforderungen an die Schulsozialarbeitenden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Digitale Medien erleichtern den Zugang zu Informationen, ermöglichen eine andere Form der Dokumentation und Vernetzung und bringen neue Wege der Erreichbarkeit mit sich. Aber auch die direkte Arbeit mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat sich durch deren medial stark geprägte Lebenswelt gewandelt. „Es ist wichtig, dass die Fachkräfte auf der Höhe der Zeit bleiben und wissen, was und vor allem wo, also auf welchen Plattformen, die Schülerinnen und Schüler gerade etwas bewegt“, erklärt Britta Thulfaut von der Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit. „Deshalb wollen wir mit dem Fachtag zeigen, welche Chancen in der Digitalisierung stecken und zeitgleich auch darauf schauen, wo wir uns inhaltlich noch besser aufstellen müssen, um Kinder und Jugendliche zeitgemäß zu erreichen und von ihnen auch auf diesem Gebiet ernst genommen zu werden“.

Neben Denkanstößen in Richtung „eigene Haltung gegenüber digitalen Erneuerungen“ und „blinden Flecken“ im Impulsvortrag von Prof. Dr. Nicole Ermel konnten die Teilnehmenden an zwei von insgesamt vier Workshops teilnehmen. Hier ging es um die Themen (Cyber-) Mobbing (Nadine Hansmeier, Schulpsychologische Beratungsstelle), reflektierte Mediennutzung (Sascha Cornesse, Medienzentrum), digitale Kommunikation unter und mit Jugendlichen (Daniela Eschkotte, Medien- und Sprechtrainerin) und um den Einsatz von Stop-Motion-Filmen (Caja Becke, Medienzentrum) als eine mögliche digitale Methode in der Projektarbeit.

Die Ergebnisse des letzten Workshops, selber gedrehte Stop-Motion-Filme, wurden im Anschluss allen Teilnehmenden vorgeführt und mit großem Applaus belohnt. „Insgesamt ein wichtiger und erfolgreicher Tag“, resümiert Sascha Cornesse vom Medienzentrum, welches für die Schulen und Schulsozialarbeitenden im Kreis Soest Ansprechpartner rund um das Thema Mediennutzung ist. Kombiniert mit der  Schulpsychologischen Beratungsstelle, die psychologische Unterstützung für Fach- und Lehrkräfte wie auch Eltern zum Beispiel bei dem herausfordernden Thema (Cyber-)Mobbing bietet, ein rundes Angebot zum Thema Digitalisierung im Bereich Schule. Eine Teilnehmerin bringt es am Ende auf den Punkt: „Wir in der Schulsozialarbeit haben durch Digitalisierung die Chance, unseren Handlungsspielraum zu erweitern. Packen wir es an!“