Suchtprävention

Die meisten Menschen nehmen Stoffe wie Alkohol oder Cannabis ausschließlich aus Genussgründen zu sich. Kritisch wird es, wenn der Konsum eine Funktion erfüllt, zum Beispiel um vom Tag abschalten oder mit Gefühlen umgehen zu können. Hier setzt die Suchtpräventionsarbeit der Abteilung Gesundheit an. Unser Anliegen ist es, individuelle "Schutzfaktoren" wie soziale Kontakte oder ein erfüllendes Hobby zu stärken (Stichwort "Resilienz"), damit jeder Mensch die Chance auf ein suchtfreies Leben hat.

Suchtprophylaxefachkraft Alexa Krause zusammen mit einem Info-Koffer zum Thema. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Alexa Krause, Fachkraft für Suchtprävention, sucht in Kitas, Schulen, in der Jugendhilfe und in Zukunft auch in der Altenhilfe das Gespräch und informiert mit bewährten Programmen wie ENTER und MOVE. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest

Die Suchtprävention

  • hält Informationen zu verschiedenen stoffgebundenen Süchten (wie z.B. Alkohol, Cannabis) bereit
  • führt Aktionstage wie den ALK-Parcours durch
  • veranstaltet Fortbildungen für Fachkräfte, um beispielsweise Jugendliche mit problematischem Konsumverhalten zu erreichen
  • ist in unterschiedlichen Gremien im Kreis Soest aktiv, denn Suchtprävention hat Anknüpfungspunkte zu vielen Lebensbereichen der hier lebenden Menschen und lebt von der Zusammenarbeit vieler verschiedener Akteurinnen und Akteure mit unterschiedlichen Blickwinkeln

In Deutschland sterben jährlich 120.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum, 40.000 Menschen an den Auswirkungen ihres Alkoholkonsums und etwa 1.300 Todesfälle sind direkt auf den Konsum illegaler Drogen zurückzuführen. "Alkoholbedingte Störungen" waren 2017 der zweithäufigste Grund für eine Krankenhausbehandlung. Suchterkrankungen sind also ein Teil der Lebensrealität - auch von vielen Menschen im Kreis Soest. 

Suchtpräventionsprojekte im Kreis Soest

  • www.papilio.de

    Das Projekt ist für Kindergärten konzipiert. Es hilft Kindern bei der Lösung von Verhaltensproblemen und fördert Kompetenzen im sozialen und emotionalen Bereich. Kinder werden so gestärkt, bei Belastungen auf ein breites Repertoire an Handlungsmöglichkeiten zurückzugreifen.

  • Tom und Lisa

    Schülerinnen und Schüler von siebten und achten Jahrgängen an Schulen können in zwei mal zwei Stunden in einem Planspiel und mit verschiedenen Methoden eine alkoholfreie Party mit Tom und Lisa planen und hierbei Wissenswertes über das Thema Alkoholkonsum erfahren.

  • MOVE

    MOVE steht für motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen und gibt Fachkräften, die mit Jugendlichen arbeiten, Werkzeuge an die Hand, um mit den Jugendlichen wertfrei über ihren Konsum ins Gespräch zu kommen. Möchten die Jugendlichen ihren Konsum verändern, erhalten Fachkräfte Informationen, wie eine Reduktion oder Abstinenz erreicht werden kann. In abgewandelter Form gibt es das Konzept auch für andere Zielgruppen (wie in Kita und der Altenhilfe).

Interessante Links und Downloads

  • Null Alkohol - volle Power!

    Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Fakten über die Wirkweise von Alkohol, rechtlichen Aspekten und einem Quiz.

  • Kenn Dein Limit!

    Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Informationen und Tipps für einen risikoarmen Alkoholkonsum.

  • Leben ohne Qualm

    Unterstützung bei der Reduktion des Zigarettenkonsums.

  • justbesmokefree

    Online-Programm zum Rauchstopp für Jugendliche und junge Erwachsene.

  • Rauchfrei

    Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Infos zum Shisha-Rauchen.

  • Harte Drogen

    Website der Ginko-Stiftung Zeigt die Wirkung unterschiedlicher harter Drogen auf das Gehirn.

  • drugcom - Beratung und Austausch

    Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Informationen, die Möglichkeit, sich auszutauschen oder auf unkomplizierte Weise professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

  • partypack

    Projekt der Drogenhilfe Köln unter dem Motto „Denk an die Gefahren – handele sicher!“ mit Tipps zu risikoarmem Konsum.

Rechtsgrundlagen

§§ 2, 4, 6, 7, 12 und 23 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (ÖGDG NRW).

Ihre Ansprechperson

Alexa Krause 02921 30-2137 alexa.krause@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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