Belehrungen Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz

Personen, die gewerbsmäßig bestimmte unverpackte Lebensmittel herstellen, behandeln oder abgeben, müssen diese Arbeit verantwortungsvoll ausführen können. Deshalb müssen sie vor der Arbeitsaufnahme gemäß Infektionsschutzgesetz eine Belehrung im Gesundheitsamt absolvieren und sich die Teilnahme bescheinigen lassen.

Bäckerin mit Brot im Korb in Bäckerei. Foto: © Kzenon - Fotolia.com
Foto: © Kzenon - Fotolia.com

In der Belehrung wird der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln nahe gebracht. Die Teilnehmer erfahren, wann Gründe für den vorübergehenden Ausschluss von der Tätigkeit beziehungsweise ein Tätigkeitsverbot vorliegen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes schildern, welche Nahrungsmittel für eine Besiedlung mit Krankheitskeimen besonders empfindlich sind. Sie klären auf, bei welchen Krankheitssymptomen man einen Arzt aufsuchen soll.

Betroffen sind Tätigkeiten im Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln und jenen, die nicht ausreichend erhitzt werden, wie zum Beispiel: 

  • Herstellen von Speiseeis
  • Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren
  • Vorbereitung von Speisen zum späteren Verzehr
  • Belegen von Fischbrötchen
  • Anrichten von Buffets
  • Verkauf von Dönertaschen

Auch Beschäftigte, die indirekt, beispielsweise über Arbeitsgeräte, mit unverpackten Lebensmitteln in Berührung kommen, benötigen die Bescheinigung, dass sie an der Belehrung im Gesundheitsamt teilgenommen haben. Dazu gehören auch Spül- und Reinigungskräfte, die mit Gegenständen in Berührung kommen, die für die Herstellung, Verarbeitung und Abgabe von Lebensmitteln verwendet werden. 

Die Belehrung, die in Form von Vortrag und Film im Gesundheitsamt stattfindet, dauert etwa eine Stunde. Die Schulungen werden in Gruppen durchgeführt. Das Gesundheitsamt des Kreises Soest bietet sie in Soest und Lippstadt an. 

Die Bescheinigung sollte vor Aufnahme der erstmaligen Beschäftigung nicht älter als drei Monate sein.

Was ist mit den alten Gesundheitszeugnissen?

Die bis zum Ende des Jahres 2000 ausgestellten Gesundheitszeugnisse nach dem alten Bundes-Seuchengesetz bleiben weiterhin gültig, wenn die jährlichen Nachfolgebelehrungen durch den Arbeitgeber durchgeführt und dokumentiert wurden. Auch wenn Beschäftigte ihre Arbeitsstelle wechseln oder längere Zeit nicht im Lebensmittelbereich arbeiten, so bleibt die Bescheinigung nach §43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gültig. Die Bescheinigung ist dem Beschäftigten bei Ausscheiden aus dem Betrieb auszuhändigen, da auf diesem Dokument die jeweiligen weiteren Belehrungen durch den Arbeitgeber dokumentiert werden. Der neue Arbeitgeber muss den Beschäftigten am ersten Arbeitstag im Lebensmittelbereich erneut belehren.

Online-Terminvergabe

Größere Gruppen werden gebeten, sich ausschließlich per Telefon anzumelden. Bitte bringen Sie zum Termin alle notwendigen Unterlagen mit:

  • Personalausweis / Reisepass
  • gegebenenfalls Dolmetscher in Ihrer Sprache
  • Sonderregelung für Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren: Auf eine Begleitung durch Erziehungsberechtigte kann verzichtet werden, wenn Sie sich das Merkblatt genau durchgelesen haben und eine schriftliche Einwilligung vorlegen. Der Vordruck kann als Download herunterladen geladen werden. Er muss zur Belehrung mitgebracht werden.

Notwendige Unterlagen

  • Personalausweis / Reisepass
  • gegebenenfalls Dolmetscher in Ihrer Sprache
  • Sonderregelung für Minderjährige zwischen 16 und 18 Jahren: Auf eine Begleitung durch Erziehungsberechtigte kann verzichtet werden, wenn Sie sich das Merkblatt genau durchgelesen haben und eine schriftliche Einwilligung vorlegen. Der Vordruck kann als Download herunterladen geladen werden. Er muss zur Belehrung mitgebracht werden.

Bearbeitungszeit

Zur Vorbereitung und Vermeidung von Wartezeiten ist eine verbindliche Anmeldung per Telefon oder über die Online-Terminvergabe erforderlich. Die zuständigen Mitarbeiterinnen sind immer vormittags erreichbar.

Kosten

Gebühr 25 Euro

Zahlungsarten

Überweisung - Bareinzahlung ist nur im Gesundheitsamt Soest möglich

Rechtsgrundlagen

§ 42 und § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Ihre Ansprechpersonen

Belehrungen in Soest

Dorothee Beckmann 02921 30-2647 dorothee.beckmann@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Belehrungen in Lippstadt

Dorothea Chmiel 02921 30-3562 dorothea.chmiel@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf Youtube

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z

Online-Terminvergabe

Unter Online-Terminvergabe auf dieser Seite können Sie direkt einen Termin vereinbaren.

Sprechzeiten in Soest
Montag bis Freitag:
08.00 bis 12.30 Uhr

Sprechzeiten in Lippstadt
Montag bis Freitag:
8 bis 12.30 Uhr
Donnerstags zusätzlich:
14 bis 16 Uhr