Belehrungen Lebensmittelberufe gemäß Infektionsschutzgesetz

Wenn es um Lebensmittel und deren Verarbeitung geht, muss hygienisch alles einwandfrei sein. Deshalb benötigt jeder, der eine gewerbsmäßige Tätigkeit im Lebensmittelbereich aufnimmt, eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Diese bietet das Kreisgesundheitsamt digital an. Anmeldungen sind ausschließlich online möglich.

Bitte unterstützen Sie uns und sehen Sie von telefonischen Anrufen im Kreisgesundheitsamt ab, da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter parallel weiterhin stark wegen des Coronavirus gebunden sind.

Wie funktioniert das Verfahren?

  • Möchten Sie am Online-Verfahren teilnehmen, melden Sie sich bitte über den Link https://so.gotzg.de an. Die Termine können aktuell mit PayPal gebucht werden, weitere Zahlungsmöglichkeiten folgen Anfang Dezember.
  • Die Daten werden datenschutzkonform übertragen.
  • Die Belehrung findet online statt. Sie können die Belehrung bequem von zu Hause, beim Arbeitgeber oder wie es für Sie passend ist, erledigen. Sie benötigen einen PC, ein Notebook, Tablet oder ein Smartphone und eine stabile Internetverbindung. Bitte starten Sie Ihr Gerät 10 Minuten vor Ihrem Belehrungstermin und geben Sie folgenden Link ein: https://www.gotzg.de/
  • Sie werden zum gebuchten Termin von uns per WhatsApp-Video zur Identifizierung angerufen.
  • Sie zeigen sich und Ihren amtlichen Lichtbildausweis über Ihre Kamera, so dass ein Vergleich möglich ist. Soweit erforderlich, können Sie jetzt weitere Papiere vorzeigen (Schülerausweis, Erklärung des Erziehungsberechtigten etc.).
  • Wir erklären kurz den Ablauf und Sie erhalten einen personalisierten Seminarcode zur Freischaltung der Anwendung
  • Sie können auswählen, in welcher Sprache Sie die Belehrung durchführen möchten. Fremdsprachen werden als Untertitel im deutschsprachigen Belehrungsfilm abgebildet.
  • Sie schauen sich in der Online-Belehrung einen Belehrungsfilm an und lesen sich ein Merkblatt durch. Auch das Merkblatt steht in unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung.
  • Zum Abschluss der Online-Belehrung absolvieren Sie einen Test mit fünf Fragen. Der Test kann wiederholt werden.
  • Sie haben die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis das Online-Belehrungssystem und den Service zu bewerten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
  • Eine Bescheinigung über die erfolgreich absolvierte Belehrung steht im Anschluss sofort zum Download zur Verfügung.

Infos zur Belehrung

Hände, die eine Gurke auf einem Brett schneiden. Foto: Mathias Keller/Kreis Soest
Foto: Mathias Keller/Kreis Soest

Die Belehrung besteht aus einer kurzen Einführung, einem Merkblatt und einem Informationsfilm. Anschließend erfolgt ein Wissenstest.

In der Belehrung wird der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln nahe gebracht. Die Teilnehmer erfahren, wann Gründe für den vorübergehenden Ausschluss von der Tätigkeit beziehungsweise ein Tätigkeitsverbot vorliegen. Die Belehrung vermittelt, welche Nahrungsmittel für eine Besiedlung mit Krankheitskeimen besonders empfindlich sind. Sie klärt auf, bei welchen Krankheitssymptomen man einen Arzt aufsuchen soll.

Wer benötigt eine Belehrung?

Betroffen sind Tätigkeiten im Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln und jenen, die nicht ausreichend erhitzt werden, wie zum Beispiel: 

  • Herstellen von Speiseeis
  • Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren
  • Vorbereitung von Speisen zum späteren Verzehr
  • Belegen von Fischbrötchen
  • Anrichten von Buffets
  • Verkauf von Dönertaschen

Auch Beschäftigte, die indirekt, beispielsweise über Arbeitsgeräte, mit unverpackten Lebensmitteln in Berührung kommen, benötigen die Bescheinigung, dass sie an der Belehrung im Gesundheitsamt teilgenommen haben. Dazu gehören auch Spül- und Reinigungskräfte, die mit Gegenständen in Berührung kommen, die für die Herstellung, Verarbeitung und Abgabe von Lebensmitteln verwendet werden. 

Die Bescheinigung sollte vor Aufnahme der erstmaligen Beschäftigung nicht älter als drei Monate sein.

Was ist mit den alten Gesundheitszeugnissen?

Die bis zum Ende des Jahres 2000 ausgestellten Gesundheitszeugnisse nach dem alten Bundes-Seuchengesetz bleiben weiterhin gültig, wenn die jährlichen Nachfolgebelehrungen durch den Arbeitgeber durchgeführt und dokumentiert wurden. Auch wenn Beschäftigte ihre Arbeitsstelle wechseln oder längere Zeit nicht im Lebensmittelbereich arbeiten, so bleibt die Bescheinigung nach §43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gültig. Die Bescheinigung ist dem Beschäftigten bei Ausscheiden aus dem Betrieb auszuhändigen, da auf diesem Dokument die jeweiligen weiteren Belehrungen durch den Arbeitgeber dokumentiert werden. Der neue Arbeitgeber muss den Beschäftigten am ersten Arbeitstag im Lebensmittelbereich erneut belehren.

Notwendige Unterlagen

  • Personalausweis / Reisepass

Kosten

Gebühr 25 Euro

Zahlungsarten

Paypal

Rechtsgrundlagen

§ 42 und § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Ihre Ansprechpersonen

Belehrungen in Soest

Dorothee Beckmann 02921 30-2647 dorothee.beckmann@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details

Belehrungen in Lippstadt

Dorothea Chmiel 02921 30-3562 dorothea.chmiel@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Ursula Böger 02921 30-3063 ursula.boeger@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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