Amtlicher Lageplan

Amtliche Lagepläne sind erforderlich zur Eintragung einer Baulast und zur Genehmigung einer Grundstücksteilung eines bebauten Grundstücks. Manchmal ist unter bestimmten Voraussetzungen ein Amtlicher Lageplan auch für einen Bauantrag erforderlich.

In den folgenden Fällen wird ein Amtlicher Lageplan benötigt:

Amtlicher Lageplan zum Bauantrag

Amtlicher Lageplan. Foto: Kreis Soest
Amtlicher Lageplan. Foto: Kreis Soest

Im Amtlichen Lageplan zum Bauantrag werden - auf Grundlage der Flurkarte - das geplante Bauvorhaben auf dem Baugrundstück, die rechtmäßigen Grenzen, die Umringsmaße, die vorhandenen baulichen Anlagen auf den Nachbargrundstücken, die Angaben zur Höhenlage der geplanten baulichen Anlage und des vorhandenen Geländes, Angaben zur Entwässerung und zum Baumbestand sowie weitere planungsrelevante Angaben eingetragen.

Amtlicher Lageplan zur Eintragung einer Baulast

Für die Eintragung von Baulasten in das amtliche Baulastenverzeichnis ist ein Amtlicher Lageplan erforderlich. Im Lageplan wird die von der Baulast betroffene Fläche gekennzeichnet und bemaßt.

Amtlicher Lageplan zur Genehmigung einer Grundstücksteilung

Soll ein bebautes Grundstück geteilt werden, bedarf es allgemein nach § 8 der Bauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) zur Vermeidung von baurechtswidrigen Zuständen einer Teilungsgenehmigung. Zur Antragstellung ist dem zuständigen Bauordnungsamt in der Regel ein Amtlicher Lageplan vorzulegen, aus dem die geplante Teilungsgrenze und andere bauordnungsrechtlich relevante Gegebenheiten hervorgehen.

Notwendige Unterlagen

Unterlagen sind in der Regel nicht erforderlich. Angaben zur Lage des Grundstücks sind von Vorteil.

Bearbeitungszeit

Hängt vom Einzelfall ab. Anträge werden möglichst zeitnah bearbeitet.

Kosten

Die Kosten berechnen sich nach der Fläche, dem Schwierigkeitsgrad, dem Bodenrichtwert und für amtliche Lagepläne zu Bauanträgen nach den Herstellungskosten des geplanten Bauvorhabens. Bei gemeinsam und im direkten örtlichen und zeitlichen Zusammenhang ausgeführten Anträgen ermäßigt sich die Gebühr.

Beispiel amtlicher Lageplan zum Bauantrag für ein unbebautes Grundstück:

  • Fläche des Baugrundstücks: 400 Quadratmeter
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Bodenrichtwert: 80 Euro
  • Herstellungskosten des geplanten Bauvorhabens: 200.000 Euro
  • Voraussichtliche Gebühr: ca. 920 Euro inklusive Mehrwertsteuer

Beispiel amtlicher Lageplan zur Eintragung einer Baulast:

  • Fläche des begünstigten Grundstücks Baugrundstücks zuzüglich Baulastfläche: 400 Quadratmeter
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Bodenrichtwert: 80 Euro
  • Voraussichtliche Gebühr: ca. 409 Euro inklusive Mehrwertsteuer

Beispiel amtlicher Lageplan zur Genehmigung einer Grundstücksteilung:

  • neu entstehende bebaute Fläche: 400 Quadratmeter
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Bodenrichtwert: 80 Euro
  • Voraussichtliche Gebühr: ca. 359 Euro inklusive Mehrwertsteuer

Zahlungsarten

In der Regel Überweisung, nachdem der schriftliche Gebührenbescheid zugesandt wurde.

Rechtsgrundlagen

  • Gesetz über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (Vermessungs- und Katastergesetz - VermKatG NRW)
  • Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Landesvermessung und das Liegenschaftskataster (DVOzVermKatG NRW)
  • Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen und die amtliche Grundstückswertermittlung in Nordrhein-Westfalen (Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung - VermWertGebO NRW)

Ihre Ansprechpersonen

Martin Albrecht 02921 30-2331 martin.albrecht@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Heinz-Werner Scheer 02921 30-2349 heinz-werner.scheer@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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