Breitbandausbau – schnelles Internet für unterversorgte Gebiete

Der Kreis Soest und seine 14 Kommunen möchten alle unterversorgten Gewerbe- und Ortslagen per Glasfaser an mindestens 50 Mbit pro Sekunde schnelles Internet anbinden. Der Bund unterstützt den Breitbandausbau mit einer Förderquote von 50 Prozent, über eine Kofinanzierung des Landes fließt eine weitere 40-prozentige finanzielle Unterstützung.

Wann beginnt der Breitbandausbau?

Nach fast zwei Jahren Vorbereitung in den politischen Gremien, Markterkundung, Interessenbekundungsverfahren, vorläufigem Förderantrag und der europaweiten Ausschreibung, befindet sich der Kreis Soest jetzt auf der Zielgeraden.

Der Zuschlag der Ausschreibung steht noch unter dem Vorbehalt der Prüfung und Genehmigung durch die Fördergeber von Bund und Land. Wenn diese Bewilligung eingeht, wird der Kreis Soest bekanntgeben, welches Telekommunikationsunternehmen wann und wie den geförderten Breitbandausbau im Kreis Soest vornehmen wird.

(Stand: 28. März 2018)

Weitere häufig gestellte Fragen

Wie gut ist die Versorgung aktuell?

Aktuell liegt die Breitbandverfügbarkeit von Anschlüssen mit einer Anschlussqualität von über 50 Mbit/s im Kreis Soest nach Daten des TÜV Rheinland bei 79,8 Prozent. Als unterversorgt und förderfähig gilt alles unter 30Mbit/s im Download und Gebiete, die nicht durch angekündigte Investitionen in den nächsten drei Jahren versorgt werden.

Die Breitbandverfügbarkeit lässt sich mit Hilfe von zwei Karten prüfen, die auf TÜV-Daten aus unterschiedlichen Erhebungen basieren. Die Breitbandatlas.NRW-Karte lässt sich bis auf Gemeindeebene zoomen, die Karte des Bundesministeriums bis auf Hausebene.

Welche Gebiete sind förderfähig?

Förderfähig sind Gebiete, in denen folgende Punkte erfüllt sein müssen: 

  • Gebiete mit einer aktuellen Versorgung von unter 30 Mbit/s im Download
  • Gebiete in denen kein privatwirtschaftlicher Eigenausbau angekündigt ist
  • Gebiete die nicht im Nahbereich der Hauptverteiler der Telekom liegen
  • Gebiete die nicht in einer Einzellage liegen 

Demnach gibt es im Kreisgebiet 110 unterversorgte förderfähige Gebiete mit 10.071 unterversorgten Haushalten bzw. Gewerbebetrieben. 

Aufgrund der geltenden Förderbedingungen und der maximalen Förderhöhe war es nicht möglich, alle unterversorgten Bereiche im Kreis Soest mit in den Förderantrag aufzunehmen. Einzellagen sind durch die Förderung der Bundesregierung leider noch nicht versorgbar, denn lange Zuführungen sprengen die zur Verfügung stehenden Mittel. Durch umfangreiche Berechnungen und Auswertungen konnten aber so viele Haushalte wie möglich berücksichtigt werden und der endgültige Förderantrag beim Bund eingereicht werden.

Förderfähige Gebiete im Kreis Soest (Stand: Förderantrag). Karte: Kreis Soest/Christoph Hellmann
Förderfähige Gebiete im Kreis Soest (Stand: Förderantrag). Karte: Kreis Soest/Christoph Hellmann

Wann wird welches Fördergebiet ausgebaut?

In der Ausschreibung müssen die Anbieter eine Meilensteinplanung der einzelnen Bauabschnitte vorlegen. Die Meilensteinplanung des Anbieters, der den Zuschlag in der Ausschreibung erhält, wird umgesetzt und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Warum setzt der Kreis auf zukunftsfähige Glasfasertechnik?

Der Bandbreitenbedarf wird in den nächsten Jahren in einem rasanten Tempo steigen. Die erwarteten Zukunftsszenarien können auf Dauer nur von Glasfasernetzen bewältigt werden. Deshalb setzt der Kreis auf den Breitbandausbau mit Hilfe von Glasfaser und ist damit in dieser Hinsicht Pilotregion für Südwestfalen. Glasfasernetze gelten trotz höherer Kosten langfristig als die langlebigste, leistungsfähigste und volkswirtschaftlich die vernünftigste Variante eines nachhaltigen Netzausbaus. Glasfaseranschlüsse sind ein Indikator für die Zukunftsfähigkeit einer Region.

Gemeinsamer Antrag

Um einen gemeinsamen Förderantrag unter Federführung des Kreises beim Bund stellen zu können, hatten die 14 Kommunen und die Kreisverwaltung im Juni 2016 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. In einem komplexen Wettbewerbsverfahren setzte sich der Kreis dann im März 2017 mit einem zukunftsfähigen und auf Glasfasertechnologie bauenden Antrag durch.

Der Breitbandausbau wird vom Breitbandkoordinator des Kreises, Christoph Hellmann, zentral koordiniert.

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