Ersatz von Fahrzeugpapieren

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) muss eine Verlusterklärung abgegeben werden, um sich das Dokument neu ausstellen lassen zu können. Darin wird bestätigt, dass die Papiere abhandengekommen und trotz Nachforschungen nicht auffindbar sind. Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief) hingegen muss eine eidesstattliche Erklärung abgegeben werden, außer sie wurde gestohlen und der Diebstahl wurde bei der Polizei angezeigt.
Fahrzeugbrief. Foto: © VRD - Fotolia.com
Foto: © VRD - Fotolia.com

Der Fahrzeugschein heißt seit einer Gesetzesänderung vom 1. Oktober 2005 "Zulassungsbescheinigung Teil I", der Fahrzeugbrief "Zulassungsbescheinigung Teil II".

Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil I – früher Fahrzeugschein

Die Verlusterklärung für eine neue Zulassungsbescheinigung Teil I kann nur von der Person abgegeben werden, die für den Verlust verantwortlich ist.

Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II – früher Fahrzeugbrief

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II muss der Halter oder eine Person, die wahrheitsgemäße Angaben zum Verlust machen kann - zum Beispiel der Fahrer eines Firmenfahrzeugs - eine eidesstattliche Versicherung abgeben. Die Erklärung kann nur persönlich in einer der Zulassungsstellen (Soest oder Lippstadt) oder im Bürgerservice im Kreishaus abgegeben werden.

Falls die Zulassungsbescheinigung Teil II gestohlen wurde und eine Diebstahlanzeige der deutschen Polizei vorgelegt werden kann, ist die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung nicht notwendig.

Notwendige Unterlagen

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil I:

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass,
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief), bei finanzierten Fahrzeugen kann darauf verzichtet werden, wenn die Bank eine schriftliche Bestätigung zusendet, in der bestätigt wird, dass sich die Zulassungsbescheinigung Teil II dort befindet und dass gegen die Ausstellung einer neuen Zulassungsbescheinigung Teil I keine Bedenken bestehen,
  • gültiger Bericht über die aktuelle Hauptuntersuchung (HU),
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der ausstellenden Behörde, wenn es sich nicht um SO/-LP-Kennzeichen handelt.

Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II:

  • Gültiger Personalausweis/Reisepass,
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein),
  • Eigentumsnachweis, wenn Antragsteller nicht der Halter ist (zum Beispiel Kaufvertrag),
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der ausstellenden Behörde, wenn es sich nicht um SO/-LP-Kennzeichen.
  • Eidesstattliche Versicherung (ist nur persönlich vor Ort oder bei einem Notar abzugeben, siehe oben) bzw. Diebstahlanzeige der deutschen Polizei

Bearbeitungszeit

Kann In der Regel bei persönlicher Vorsprache direkt erledigt werden. Beim Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II ist eine Umschreibung/Zulassung des Fahrzeugs erst nach einer Frist von zwei Wochen nach Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung möglich.

Kosten

  • Ersatzbrief : 59,60 Euro
  • Ersatzschein: 11,70 Euro bis 15,10 Euro

Zahlungsarten

Bargeld und EC-Kartenzahlung mit PIN (keine Geldkarte). 

Rechtsgrundlagen

Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV)

Ihre Ansprechpersonen

Servicecenter KFZ Soest 02921 30-2794 buergerdienste@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Servicecenter KFZ Lippstadt 02921 30-3610 buergerdienste@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Bürgerservice 02921 30-2222 buergerdienste@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf Youtube

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z