Reitkennzeichen

Pferdefreunde müssen beim Reiten in der freien Landschaft oder im Wald ein gültiges Reitkennzeichen mitführen. Die Pflicht besteht für private und öffentliche Straßen und Wege. Die Reitkennzeichen werden beidseitig am Zaumzeug des Pferdes befestigt. Dabei handelt es sich um zwei gelbe Tafeln mit jährlich wechselnden farblichen Aufklebern, den Reiterplaketten. Das Kennzeichen ist hierbei an die Reiterin oder den Reiter gebunden und kann nicht verliehen werden.
Mitarbeiterin der Kreisverwaltung neben einem Pferd mit Reitkennzeichen und Siegel. Foto: Mirko Hein/Kreis Soest
Foto: Mirko Hein/Kreis Soest

Die Reitkennzeichen werden gegen Bezahlung der gesetzlich festgelegten jährlichen Reitabgabe und der anfallenden Verwaltungskosten im Bürgerservice des Kreises Soest ausgegeben. Die Kosten für die Kennzeichen fallen nur einmal an. Die Jahresaufkleber müssen jährlich erneuert werden.

Ein Großteil der Einnahmen aus der Reitabgabe kommt wieder den Reiterinnen und Reitern zugute, da mit diesen Mitteln vorhandene Reitwege unterhalten und neue angelegt werden. Zudem werden mit dem Geld Schäden beseitigt, die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern durch das erlaubte Reiten entstehen.

Das Reiten entgegen diesen Bestimmungen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Wo ist das Reiten erlaubt?

  • Generell ist das Reiten in der freien Landschaft auf öffentlichen Verkehrsflächen und auf privaten Straßen und Wegen erlaubt.
  • Zur freien Landschaft gehört nicht der Wald. Gemäß der im Kreis Soest bestehenden Freistellungsregelung ist hier trotzdem das Reiten erlaubt, solange private Straßen und Wege nicht verlassen werden.

In folgenden Waldgebieten ist das Reiten nur nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung oder sonst eindeutig gekennzeichneten Reitwegen zulässig:

  • Im gesamten Gebiet der Stadt Lippstadt,
  • im Werler Stadtwald und im Oevinghauser Wald auf dem Gebiet der Stadt Werl und der Gemeinden Ense und Wickede (Ruhr),
  • im Bereich des Muckenbruches in der Stadt Erwitte und
  • im Bereich der Völmeder Mark in der Stadt Geseke.

Wo ist das Reiten grundsätzlich nicht erlaubt?

  • Im Wald abseits von Straßen und Wegen, also zum Beispiel nicht auf Waldschneisen oder Rückegassen,
  • auf gesetzlich gekennzeichneten Wanderwegen sowie auf Sport-, Lehr-, und Trimmpfaden,
  • außerhalb von Straßen und Wegen in den Natur- und Landschaftsschutzgebieten sowie geschützten Biotopen.

Der Reiter sollte natürlich auch die zivilrechtlichen Beschränkungen beachten. Für das Reiten in fremden Hofräumen, Parkanlagen oder Gärten ist stets das Einverständnis des jeweiligen Grundstückseigentümers erforderlich.

Notwendige Unterlagen

Antrag Reitkennzeichen (kann auch vor Ort direkt ausgefüllt werden)

Bearbeitungszeit

Hängt vom Einzelfall ab, in der Regel nicht länger als 5 Minuten.

Kosten

  • bei privater Nutzung, Erstantrag: 39,50 Euro
  • bei private Nutzung, Verlängerung: 30 Euro
  • für Reiterhöfe, Erstantrag 89,50 Euro
  • für Reiterhöfe, Verlängerung 80 Euro

Die darin enthaltende Reitabgabe beträgt bei der privaten Nutzung 25 Euro und bei Reiterhöfen 75 Euro.

Zahlungsarten

Bargeld, EC-Kartenzahlung mit PIN (keine Geldkarte) oder Überweisung

Rechtsgrundlagen

  • Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen
  • Verordnung zur Durchführung des Landschaftsgesetzes

Ihre Ansprechpersonen

Bürgerservice 02921 30-2222 buergerservice@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
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