Namensänderungen

Vor- und Nachname eines jeden Menschen werden bei der Geburt festgelegt und können sich im Laufe des Lebens zum Beispiel nach Heirat, Scheidung oder Adoption ändern. Über solche so genannten privatrechtlichen Namensänderungen informieren die Standesämter der Städte und Gemeinden. Wenn ein wichtiger Grund vorliegt, kann außerdem ein neuer Name über eine öffentliche-rechtliche Namensänderung beantragt werden. Anträge nehmen die Städte, Gemeinden und der Kreis Soest entgegen.

Bei öffentlich-rechtlichen Namensänderungen gilt grundsätzlich das Prinzip der Namenskontinuität. Das heißt, dass der einmal gesetzlich erworbene Vorname oder Familienname nur geändert werden kann, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Wichtige Gründe können sein:

  • Der Name klingt anstößig oder lächerlich oder gibt Anlass zu frivolen Wortspielen.
  • Die Aussprache und Schreibweise des Namens führt zu erheblichen Schwierigkeiten.
  • Ein Pflegekind soll den Namen der Pflegeeltern erhalten.
  • Soweit es für das Kindeswohl förderlich ist, soll der Kindesname an den Geburtsnamen eines Elternteils nach einer Scheidung angepasst werden. Gegen den Willen des anderen Elternteils darf der Name nur geändert werden, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.
  • Der Familienname soll im Anschluss an eine Einbürgerung geändert werden, wenn im Interesse einer weiteren Integration Wert auf einen unauffälligeren Namen gelegt wird.

Keine wichtigen Gründe sind:

  • Der alte Name gefällt nicht mehr.
  • Der neue Name klingt besser.
  • Der bestehende Name ist fremdländischen Ursprungs und ist schwierig auszusprechen oder zu schreiben.
  • Nach einer Scheidung ist es einfacher, wenn das Kind denselben Namen trägt wie der Elternteil, der im selben Haushalt lebt.

Antrag stellen

Mit blauer Tinte geschriebene Unterschrift. Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com
Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com

Ob ein Antrag Aussicht auf Erfolg hat, hängt immer vom Einzelfall ab. Der Kreis Soest berät deshalb gerne vor dem Stellen eines Antrages.

Anträge können bei den Städten, Gemeinden um beim Kreis Soest gestellt werden. Über den Antrag entscheidet dann der Kreis Soest.

Notwendige Unterlagen

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular,
  • möglichst ausführliche, formlose Begründung des Antrages,
  • Meldebescheinigung,
  • aktuelle und beglaubigte Abschrift des Geburts- und Heiratsregisters,
  • bei Personen über 14 Jahren ein Führungszeugnis,
  • Einkommensnachweis,
  • gegebenenfalls Sorgerechtsnachweis bei Kindern.

Weitere im Einzelfall benötigte Unterlagen können vom Kreis Soest nachgefordert werden.

Bearbeitungszeit

Hängt vom Einzelfall ab.

Kosten

Die Gebühr wird für jeden Fall individuell berechnet und hängt vom Verwaltungsaufwand und der Bedeutung für den Antragsteller ab. Die Änderung des Familiennamens kostet im Regelfall 700 Euro, maximal 1.022 Euro.

Die Änderung des Vornamens kostet im Regelfall 200 Euro, maximal 255 Euro.

Zahlungsarten

Bar, EC-Karte, Überweisung.

Rechtsgrundlagen

  • Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndG)
  • Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (1. DV NamÄndG)
  • Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Namensänderungsgesetz (NamÄndVwV)

Ihre Ansprechpersonen

Jutta Schulte 02921 30-2089 personenstand@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Elvira Menke 02921 30-2662 elvira.menke@kreis-soest.de Adresse | Öffnungszeiten | Details
Der Kreis Soest auf FacebookDer Kreis Soest auf TwitterDer Kreis Soest auf Youtube

Schnellzugriff

Der Kreis Soest von A-Z