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Kinder und Jugendliche: Stark, aber nicht unverletzlich

Kompetente Referenten
Über 250 interessierte Akteure aus dem Jugendhilfe-, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich begrüßte Vizelandrätin (l.) Irmgard Soldat am Dienstag, 23. November 2010, in der Stadthalle Soest zum Fachtag "Trotz Allem - Groß werden gelingt. Meine Stärken - unsere Chance" des Kreisjugendamtes Soest und der Lokalen Bündnisse für Familie im Kreis Soest. Das Bild zeigt außerdem (v. r.) Marianne Schaefer (Kreisjugendamt), Anja Frindt (Universität Siegen) Professor Dr. Günther Opp (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Gudrun Hengst (Kreisjugendamt), Heinz Hilgers (Präsident des Kinderschutzbundes). Foto: Malecki/Kreis Soest

250 Akteure interessierte Fachtag "Trotz allem - groß werden gelingt"

Pressemeldung vom 29.11.2010

Kreis Soest (kso.2010.11.29.532.ms). Über 250 interessierte Akteure aus dem Jugendhilfe-, Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich begrüßte Vizelandrätin Irmgard Soldat am Dienstag, 23. November 2010, in der Stadthalle Soest zum Fachtag "Trotz allem - groß werden gelingt. Meine Stärken - unsere Chance" des Kreisjugendamtes Soest und der Lokalen Bündnisse für Familie im Kreis Soest. Die Veranstaltung informierte über Stärken und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen und gab Impulse für die unterschiedlichen Arbeitsfelder.


Im Eingangsreferat stellte Diplompädagogin Anja Frindt, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Siegen, Ergebnisse der Resilienzforschung vor und griff daraus resultierende Handlungsleitlinien für Akteure aus den unterschiedlichen pädagogischen Bereichen auf. Frau Frindt zeigte auf, dass die Widerstandsfähigkeit von Kindern trotz gravierender, belastender Lebensereignisse nicht bedeutet, dass sie unverletzlich sind. Ihre Stärke, sich trotz allem positiv zu entwickeln, müsse in der Arbeit mit Kindern beachtet und gefordert werden.

Professor Dr. Günther Opp, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, verdeutlichte anschaulich die Bedeutung von Gleichaltrigengruppen für eine gelingende Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Unter dem Titel "Positive-Peer-Kultur" zeigte Professor Dr. Opp auf, wie Kinder und Jugendliche sich gegenseitig stärken können und welche Rahmenbedingungen hilfreich sind. Er forderte, mehr soziales Lernen in Peergroups zu fördern und auf Ermutigung zu setzen.

Zum Abschluss des Fachtages machte Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes, auf die Auswirkungen der wachsenden Kinderarmut in Deutschland aufmerksam und stellte als gelungene und weiterhin gelingende präventive Maßnahme im Bereich der Netzwerkarbeit das "Dormagener Modell" vor. "Kinder und Jugendliche brauchen frühe Hilfen, die ein Netzwerk von Verantwortlichen initiiert", betonte er.

Weitergehende Informationen zur Veranstaltung sind ab dem 30. November 2010 im Netz auf der Seite der Lokalen Bündnisse für Familie im Kreis Soest unter www.familie-im-kreis-Soest.de zu finden.

Kontakt: Pressestelle, Wilhelm Müschenborn, Telefon 02921/303200
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