Lese- und Schreibförderung im Fokus

80 Lehrkräfte besuchten Fachtag der Bildungsregion Kreis Soest

Gute Resonanz
Rund 80 Lehrerinnen und Lehrer waren der Einladung des Regionalen Bildungsbüros gefolgt und informierten sich über präventive Ansätze für die Lese- und Schreibförderung. Foto: Anja Besse/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 19.12.2017

Kreis Soest (kso.2017.12.19.556.as/-rn). Wie können Lese- und Rechtschreibschwächen behoben werden? Welche Fördermöglichkeiten sind die individuell passenden? Zu welcher Jahrgangsstufe passt welches Konzept? Wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus? Antworten auf diese Fragen bot der Fachtag "Präventive Ansätze eines systematischen Lese- und Rechtschreibunterrichts" im Tagungs- und Kongresszentrum Bad Sassendorf, an dem 80 Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen aus dem Kreis Soest teilnahmen.


Eingeladen zu dieser Veranstaltung rund um das Thema Lese- und Schreibförderung hatten die Bildungsregion Kreis Soest und das Schulamt in Kooperation mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises, der Inklusionskoordinatorin und dem Kompetenzteam für Lehrerfortbildung. Aktuelle Brisanz erhielt die Tagung durch die vor kurzem veröffentlichten Ergebnisse der Iglu-Studie zum Leseverständnis von Schülern in der vierten Jahrgangsstufe. Danach sind Lesekompetenzen der deutschen Schüler von 2011 zu 2016 unverändert geblieben, während in vielen anderen Ländern zum Teil erhebliche Fortschritte gemessen wurden. Schulamtsdirektorin Cornelia Bornefeld-Gronert ging auf wesentliche Ergebnisse der Studie ein und forderte die Teilnehmer auf, bei Fragen und Problemen die Angebote zur Unterstützung im Schulamt und bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises wahrzunehmen.

Den vielen offenen rechtlichen Fragestellungen widmete sich Andreas Hunke von der Schulpsychologischen Fachgruppe "Lesen und Schreiben" im Regierungsbezirk Arnsberg. Er ging vor allem auf auslegungsbedürftige Passagen des gültigen Erlasses ein. Die Diskussion belegte die Notwendigkeit einer rechtlichen Klarstellung vieler Detailfragen.

In vier Workshops wurden Methoden zur Lese- und Schreibförderung vorgestellt und deren Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht diskutiert. Marianne Zimmer stellte die Rechtschreibwerkstatt zur qualitativen Analyse im Rechtschreiblernprozess vor. Der Präventionsgedanke bestimmt das Verfahren der systematischen Schriftsprachinstruktion, das Rebecca Hüninghake (TU Dortmund) in elf Bausteinen erklärte. Ob Lesesportler oder Lesesprinter - für jeden Typen die passende Methode zu finden, ist das Ziel der diagnosebasierten individuellen Leseförderung, das Karin Hebbecker und Martin Peters vorstellten ("Der Lesesportler - zur Leseförderung speziell im 2. bis 4. Schuljahr"). Für die Sekundarstufe I sind die Methoden der Lautlese-Tandems zur Steigerung der Leseflüssigkeit sowie die Strategie der Lesedetektive zur Förderung der Lesefähigkeit konzipiert, die Professor Dr. Andreas Gold (Universität Frankfurt) erläuterte.

"Lese- und Rechtschreibförderung ist eine elementare Aufgabe aller Schulformen geworden", betonte Achim Schmacks vom Regionalen Bildungsbüro der Bildungsregion Kreis Soest. "Die Beherrschung der wichtigsten Kulturtechniken ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schullaufbahn."

Engagiert diskutiert
Engagiert diskutierten die Teilnehmer Anwendungsmöglichkeiten einzelner Programme im Unterricht. Foto: Anja Besse/ Kreis Soest
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