Gestalterin der Integrationsarbeit

Galina Borchers verlässt den Kreis Soest und wird Chefin des Essener Integrationszentrums

Verabschiedung Borchers
Landrätin Eva Irrgang (r.) nutzte die Preisverleihung zum Integrationspreis 2017, um Galina Borchers zu verabschieden und ihr für die Zukunft als Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Essen alles Gute und viel Erfolg zu wünschen. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soestn
Pressemeldung vom 24.11.2017

Kreis Soest (kso.2017.11.24.513.-rn). Händeschütteln, Umarmungen und Erinnerungsaustauch waren angesagt: Für Galina Borchers (39), Chefin des Kommunalen Integrationszentrums (KI), war die siebte Verleihung des Integrationspreises "Zuhause im Kreis Soest" am Freitag, 24. März, der letzte offizielle Termin im Kreishaus. Sie wechselt als Leiterin zum Integrationszentrum der Stadt Essen. Landrätin Eva Irrgang nutzte den Rahmen, um der scheidenden Mitarbeiterin für ihre Arbeit und ihr Engagement Dank und Anerkennung auszusprechen.


"Unser Integrationszentrum wäre nicht so gut aufgestellt, unsere Integrationsarbeit nicht so anerkannt, wenn Frau Borchers nicht ständig antreibende und gestaltende Kraft gewesen wäre", würdigte die Verwaltungschefin vor vielen Wegbegleitern das Wirken der KI-Leiterin. Es sei Galina Borchers in hervorragender Weise gelungen, ein kreisweites Netzwerk aller für die Integrationsarbeit wichtigen und relevanten Institutionen und Personen aufzubauen. Sie habe temperamentvoll und effizient nicht nur rund um die Kreisstadt Kontakte geknüpft, sondern auch die notwendigen Verbindungen in Richtung Landeshauptstadt und Landesregierung aufgebaut, genutzt und gepflegt.

Galina Borchers, die damals noch den Nachnamen Nedelcheva trug, war Ende 2009 zum "Integrationsteam" der Kreisverwaltung gestoßen, das Landrätin Eva Irrgang eingesetzt hatte, um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund voranzutreiben. Selbst 2001 als Migrantin nach Deutschland gekommen, war Galina Borchers persönlich mit den damit verbundenen Anforderungen und Problemen konfrontiert worden. Parallel zu ihrem Studium der sozialen Arbeit war sie zuvor bereits in Flüchtlingshilfen eingebunden und an Konzeptentwicklungen in Integrationsbereichen beteiligt gewesen, unter anderem als Mitarbeiterin eines Integrationsprojektes der Diakonie Ruhr-Hellweg.

Ein vielschichtiges Integrationsprojekt auf Kreisebene dank einer umfangreichen KOMM-IN-Landesförderung war 2010 der Startschuss für zahlreiche Initiativen und Projekte, die Galina Borchers Handschrift trugen. Ihre Basis und Handlungsmöglichkeiten wurden größer, als Ende 2012 aus Düsseldorf die Bewilligung für das Kommunale Integrationszentrum Kreis Soest eintrudelte und die Landrätin Galina Borchers die Sachgebietsleitung für die neue Organisationseinheit anvertraute.

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