Sieben Lebenswelten

230 interessierte Fachtagung „Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt“

SINUS-Studie erläutert
Referentin Dr. Gabriele Schambach, seit 2012 Lehrbeauftragte an der Universität St. Gallen, Schweiz, schilderte auf der Grundlage der SINUS-Jugendstudie 2016 Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 27.06.2017

Kreis Soest (kso.2017.06.027.278.-rn). 230 interessierte Expertinnen und Experten lockte die Fachtagung "Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt" am Donnerstag, 22. Juni 2017, in die Stadthalle Soest. "Wie ticken Jugendliche?" fragte im einleitenden Fachvortrag Referentin Dr. Gabriele Schambach, seit 2012 Lehrbeauftragte an der Universität St. Gallen, Schweiz. Auf der Grundlage der SINUS-Jugendstudie 2016 schilderte sie Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland.


Insgesamt sieben Lebenswelten hat die SINUS-Studie ausgemacht und die Jugendlichen in entsprechende Kategorien eingeteilt. Sie definiert konservativ-bürgerliche Bodenständige, adaptiv-pragmatische Anpassungsbereite, prekäre um Teilhabe Bemühte, materialistische bzw. freizeitorientierte Hedonisten, experimentalistische bzw. nonkonformistische Hedonisten, sozialökologische bzw. an Nachhaltigkeit und Gemeinwohl Orientierte sowie expeditive bzw. erfolgs- und lifestyle-orientierte Networker. Zu jeder Lebenswelt gab Dr. Gabriele Schambach Handlungsempfehlungen im Hinblick auf das Berufswahlverhalten der Jugendlichen und Tipps zur gezielten Ansprache der Jugendlichen durch Ausbildungsbetriebe. Aufgelockert wurde ihr Beitrag durch Film- und Musikeinspieler sowie Interviewmitschnitte.

Nachmittags stand der 15. Kinder- und Jugendbericht im Mittelpunkt. Professor Klaus Schäfer, Staatssekretär a. D. und stellvertretender Vorsitzender der unabhängigen Sachverständigenkommission zum 15. Kinder- und Jugendbericht, referierte zum Thema "Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten - Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter". Er gab Einblick in die sich verändernden Bedingungen des Aufwachsens durch digitale Medien und Globalisierung. Der Bericht stellt die besonderen Herausforderungen dieser Lebensphase dar und betonte die Notwendigkeit einer eigenständigen Jugendpolitik und der Beteiligung junger Menschen. Die Sichtweisen der jungen Menschen flossen erstmals unmittelbar in den Bericht ein. Professor Schäfer machte deutlich, in welchen Bereichen die Situation junger Menschen und junger Erwachsener nach wie vor durch soziale Ungleichheit gekennzeichnet ist und welche sozialpolitischen Erfordernisse sich hieraus ergeben.

Maria Schulte-Kellinghaus, Dezernentin Jugend, Schule und Gesundheit des Kreises Soest, begrüßte die Gäste der durch den ESF und das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales finanziell unterstützten Veranstaltung, zu der die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, der Kreis Soest, die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf sowie die Städte Soest, Lippstadt und Warstein eingeladen hatten. Die Moderation lag in den Händen von Gudrun Hengst, Chefin des Kreisjugendamtes, und Dieter Hesse, Leiter der Abteilung Schulangelegenheiten beim Kreis Soest.

Freude über gute Resonanz
Veranstalter und Referentin der Fachtagung „Jugendliche im Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt“ freuten sich über die gute Resonanz. Das Bild zeigt (v. l.) Julia Christmann (Kreis Soest), Anke Spiekermann (Stadt Soest), Gudrun Hengst (Kreis Soest), Franz Wiese (Stadt Warstein), Dr. Gabriele Schambach, Andrea Bergmann (Kreis Soest), Maria Schulte-Kellinghaus (Kreis Soest), Ursula Rode-Schäffer (Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland), Hendrik Henneböhl (Kreis Soest), Gabriele Polle (Stadt Lippstadt) und Dieter Hesse (Kreis Soest). Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
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