Zweiter Info-Tag zum Thema Schwerbehindertenausweis

Großer Andrang im letzten Jahr – Fallstricke beim Stellen des Antrags

Neuauflage des Info-Tags "Schwerbehindertenausweis und Vergünstigungen"
Im vergangenen Jahr stieß der erste Info-Tag zum Thema „Schwerbehindertenausweis und Vergünstigungen“ auf großes Interesse. 159 Betroffene ließen sich von Petra Winkelmann (v. l.), Peter Mieczkowski und weiteren Mitarbeitern des Sachgebiets Schwerbehindertenangelegenheiten beim Kreis beraten. Eine Neuauflage gibt es nun am 8. Juni von 8 bis 17 Uhr im Foyer des Kreishauses. Archivfoto: Wilhelm Müschenborn
Pressemeldung vom 31.05.2017

Kreis Soest (kso.2017.05.31.239.mk). Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr bietet der Kreis am 8. Juni 2017 von 8 bis 17 Uhr wieder einen Info-Tag zum Thema "Schwerbehindertenausweis und Vergünstigungen" im Foyer des Kreishauses an. 159 Interessierte ließen sich 2016 beraten oder stellten gleich einen Erst- oder Änderungsantrag. Bei der Neuauflage hofft das Sachgebiet Schwerbehindertenangelegenheiten des Kreises deshalb auf ähnlich großen Andrang. Neu mit dabei ist dieses Jahr ein Experte für Hilfen am Arbeitsplatz.


Rund um das Thema Schwerbehinderung tauchen oft viele Fragen auf. Wer hat Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis? Wie läuft ein Antragsverfahren ab? Welche Vergünstigungen habe ich mit einem Schwerbehindertenausweis? Steht mir ein Parkausweis für Behindertenparkplätze zu? Auf Fragen wie diese geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sachgebietes Schwerbehindertenangelegenheiten am Info-Tag durchgehend Antwort.

Der Gesetzgeber in Berlin hat das Schwerbehindertenrecht in den letzten Jahren immer strenger gefasst. Betroffene sollten sich deshalb insbesondere vor dem Stellen eines Änderungsantrags auf jeden Fall beraten lassen, rät Peter Mieczkowski, Mitarbeiter im Sachgebiet Schwerbehindertenangelegenheiten des Kreises. "Im schlimmsten Fall könnten sonst gewährte Vergünstigungen wieder aberkannt werden - selbst wenn diese ursprünglich auf unbestimmte Zeit bescheinigt wurden", erklärt der Experte. Grund hierfür seien Verbesserungen in der medizinischen Versorgung. Diese sollen es Menschen mit einer Behinderung ermöglichen, den Alltag besser zu gestalten, so die Annahme des Gesetzgebers.

Dieses Jahr neu mit dabei sind Kornelia Kerstin und Ulf Pabst von der "Fachstelle Behinderte Menschen im Beruf" des Kreises. Sie beraten zur behindertengerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen, aber auch zu anderen Aufgaben der Fachstelle, wie Kündigungsschutz und Prävention.

Etwa jeder Fünfte der rund 300.000 Einwohner im Kreis Soest hat schon einmal mit Behinderung oder Schwerbehindertenausweis zu tun gehabt. Gut 16 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Soest besitzen aktuell einen Schwerbehindertenausweis. Mit Hilfe des Dokuments können die Inhaber eine Reihe verschiedener Leistungen in Anspruch nehmen. So sollen Einschränkungen, die sich aus einer Behinderung ergeben, ausgeglichen werden. Diese "Nachteilsausgleiche", wie es der Gesetzgeber bezeichnet, reichen von Freibeträgen im Steuerrecht über längere Erholungszeiten und Kündigungsschutz im Arbeitsrecht bis hin zu individuellen Vergünstigungen. Dazu gehören die kostenfreie Nutzung von Bussen und Bahnen oder auch Preisnachlässe bei der Anschaffung eines Pkw.

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