Integrationskonzept wird aktualisiert

Nach vier Jahren zieht das Netzwerk „Teilhabe und Integration“ eine erste Bilanz

Treffen in Soest
Das Netzwerk „Teilhabe und Integration“ des Kommunalen Integrationszentrums (KI) Kreis Soest zog jetzt bei einem Treffen in Soest über die geleistete Arbeit in den vergangenen vier Jahren eine positive Bilanz. Foto: Thomas Weinstock/Kreis Soest
Pressemeldung vom 22.05.2017

Kreis Soest (kso.2017.05.22.228.gb). Bei einem Treffen in der Tagungsstätte der Evangelischen Frauenhilfe in Soest hat das Netzwerk "Teilhabe und Integration" jetzt eine erste positive Bilanz der gemeinsamen Arbeit in den vergangenen vier Jahren gezogen und beschlossen, das Integrationskonzept zu aktualisieren. Mitglied im Netzwerk sind Vertreter der Kommunen des Kreises, der Kreistagsfraktionen, der Wohlfahrtsverbände, der Kindertageseinrichtungen, der Schulen, der Migrantenorganisationen, der Wirtschaft und weiterer Partner.


"Die vergangenen Jahre waren im Integrationsbereich mit vielen Turbulenzen verbunden. Diese entstanden insbesondere im Jahre 2015 durch die Zuwanderungsentwicklung und hat uns alle vor neue Heraufforderungen und Aufgaben gestellt", erklärte Dieter Hesse, Abteilungsleiter Schulangelegenheiten Kreis Soest, in dessen Bereich das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises und das Netzwerk angesiedelt sind. "Daraus haben sich sowohl neue Prioritäten, als auch weitere Felder bei der Umsetzung des Konzeptes ergeben, die wir mit unseren Kooperationspartnern jetzt in den Blick nehmen möchten", erläuterte Hesse weiter.

Einen besonderen Augenmerk legte Galina Borchers vom KI auf das erste Handlungsfeld "Bildung und Ausbildung". Sie berichtete über einige der bereits umgesetzten Maßnahmen in diesem Bereich, wie die Qualifizierungen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte, das Sprachbildungsprogramm Rucksack Kita, das Interkulturelle Assessment und weitere Projekte.

In den vergangenen drei Jahren wurden über 240 Erzieherinnen und Erzieher zu Themen wie Mehrsprachigkeit, Traumata, Zusammenarbeit mit Eltern mit Migrationshintergrund geschult. Dazu kommen über 250 Lehrkräfte, die an Schulungen zu den Themen Deutsch als Zweitsprache und Traumata teilgenommen haben. Seit 2015 setzt das Kommunale Integrationszentrum Kreis Soest auch das Programm Rucksack Kita zur Sprachbildung, Förderung der Mehrsprachigkeit und der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen und den Eltern um. Inzwischen wurden allein an diesem Programm über 40 Mütter und Väter beteiligt. Im Übergang Schule - Beruf führt das KI seit zwei Jahren ein Interkulturelles Assessment durch, an dem bisher fast 70 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund teilgenommen haben.

Trotz positiv gezogener Bilanz war sich das Netzwerk einig, dass es noch viel bis zur Erreichung der Konzeptziele zu tun gibt. Um die Aktualität und die Priorisierung der weiteren Handlungsfelder zu überprüfen, wird sich das Netzwerk erneut in diesem und im nächsten Jahr zusammensetzen.

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