„Mehr Partizipation wagen“

Workshop beleuchtete politische Beteiligung von Menschen mit Behinderungen

Intensive Diskussion
Während des Workshops zur politischen Beteiligung behinderter Menschen im Soester Tagungshaus der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen wurde in kleinen Arbeitsgruppen intensiv diskutiert. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 19.04.2017

Kreis Soest (kso.2017.04.19.172.de/-rn). "Wir sind auf dem richtigen Weg, haben aber auch festgestellt, dass eine externe Unterstützung für einen qualifizierten Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Kreis Soest notwendig ist." Dieses Fazit eines Workshops mit Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe im Kreis Soest, der Kreistagsfraktionen und der Kreisverwaltung zieht Dr. Wilhelm Günther (Werl), Behindertenbeauftragter des Kreises Soest.


"Wie ist die politische Beteiligung von Menschen mit Behinderungen im Kreis Soest und was soll verbessert werden?", lautete die zentrale Fragestellung im Soester Tagungshaus der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Daniela Eschkotte von der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW und Matthias Kempf vom Zentrum für Planung und Evaluation sozialer Dienste (ZPE) der Universität Siegen führten durch den Workshop. Sie unterstützten die Teilnehmenden in der Formulierung ihrer Einschätzungen und Wünsche.

Vor Ort wurden konkrete Schritte verabredet, um mehr Partizipation von Menschen mit Behinderungen möglichst kurzfristig und erfolgreich zu gewährleisten. Politik und Verwaltung waren sich einig, dass erste Weichenstellungen für einen Aktionsplan bis Ende des Jahres vorgenommen werden sollten. Mehr Transparenz soll geschaffen werden, indem die Selbsthilfe von der Verwaltung Informationen zu den Fachausschüssen und deren Beratungsfolgen bekommt. Verwaltungsmitarbeiter wollen eine Abfrage sowohl bei der Selbsthilfe als auch bei der Verwaltung starten, welche Fortbildungen nötig sind, damit eine Zusammenarbeit gut funktionieren kann. Außerdem soll eine Kriterienliste zur Barrierefreiheit aufgestellt werden, damit zum Beispiel Sitzungsräume auch tatsächlich barrierefrei zugänglich sind.

Der Workshop zur Verbesserung der politischen Beteiligung von Menschen mit Behinderungen ist eingebettet in das dreijährige Projekt "Mehr Partizipation wagen" der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW, das vom NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gefördert wird und im Aktionsplan der Landesregierung verankert ist. Das ZEP begleitet das Projekt wissenschaftlich, untern anderem durch Befragungen der Teilnehmer. Ziel des Projektes ist es, die Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen zu stärken und den Kommunen in NRW mit kostenlosen Zukunftsworkshops einen ersten Impuls zur Weiterentwicklung von Beteiligungsstrukturen zu geben.

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