Unterstützung für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

Kreiskommunen und Kommunales Integrationszentrum starten neue Angebote

„Nähe und Distanz“
Beim Workshop für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer am 28. März im Sitzungssaal des Warsteiner Rathaus ging es um das Thema „Nähe und Distanz“. Foto: Fabian Steinbrink/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 03.04.2017

Kreis Soest (kso.2017.04.03.147.gb/-rn). Zwei Jahre sind vergangenen, seit die ersten Flüchtlinge der großen Flüchtlingswelle auch den Kreis Soest erreicht haben. Ging es in 2015 zunächst um die Erstversorgung der Menschen, so steht heute deren Integration im Mittelpunkt. Dabei werden die Geflüchteten seit eineinhalb Jahren unermüdlich von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Um diese engagierten Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen, haben die Kreiskommunen und das Kommunale Integrationszentrum (KI) Kreis Soest neue Angebote aufgelegt.


Die Begleitung zu Behörden, Ärzten, Sprachförderung, Hausaufhabenhilfe für die Kinder, Hilfestellung zur Alltagsbewältigung sind nur einige der Aufgaben der Helferinnen und Helfer. "Viele Ehrenamtliche berichten über unendliche Institutionengänge, schwierige Antragstellungen und emotionale Abschiede von Menschen, die zurück nach Ihre Heimat gehen. Die Helferinnen und Helfer stoßen dabei immer wieder an ihre Grenzen und benötigen selbst Hilfestellungen", schildert Galina Borchers, Leiterin des KI.

Bereits 2015 hat das KI erste Schulungen für die Ehrenamtlichen begonnen. Über 170 Menschen wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren zu Themen wie "Interkulturelle Kompetenz", "Niederschwellige Sprachförderung" und "Traumata" geschult. Im Dezember 2016 wurden außerdem auf Wunsch der Kreiskommunen die Ehrenamtskoordinatoren in der Flüchtlingshilfe zu einem ersten Vernetzungstreffen eingeladen. Gemeinsam haben jetzt die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und des Integrationszentrums zwei neue Angebote für die Helferinnen und Helfer vor Ort gestartet, die beschlossen wurden.

Eine erste Informationsveranstaltung fand am 23. März in der Thomas-Valentin-Stadtbücherei Lippstadt statt. Die Ausländerbehörde des Kreises Soest und die Bundesagentur für Arbeit (Integration Point) haben dabei über die Grundlage des Aufenthalts- und Arbeitsrechtes für geflüchtete Menschen informiert. Ehrenamtliche aus Bad Sassendorf, Erwitte, Lippetal, Lippstadt und Warstein hatten außerdem die direkte Möglichkeit, ihre aus der Praxis entstandenen Fragen zu den beiden Themen zu stellen. Damit die Helferinnen und Helfer nicht von einem zum anderen Ende des Kreises fahren, wird eine zweite Veranstaltung zu den Themen für die anderen Kreiskommunen in der VHS Werl am 4. April stattfinden.

Außerdem gibt es eine Schulung zum Thema "Nähe und Distanz". Ziel der Fortbildung ist es, die Ehrenamtlichen beim Umgang mit belastenden Situationen zu unterstützen. Am ersten Termin am 28. März nahmen in Warstein 14 Helferinnen und Helfer teil. Ein weiterer Termin am 30. März sah ebenso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bis Ende des Jahres werden sechs weitere dieser Veranstaltungen angeboten. Finanziert werden die Angebote durch das Landesförderprogramm Komm-An.

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