Wieder Geflügelpest im Nachbarkreis

Erneuter Ausbruch in Delbrück – Beobachtungsgebiet auch in Lippstadt und Geseke

Lippstadt und Geseke im Beobachtungsgebiet
Das nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Delbrück-Westenholz (Kreis Paderborn) eingerichtete Beobachtungsgebiet betrifft auch Teile von Lippstadt und Geseke. Foto: Thomas Weinstock
Pressemeldung vom 16.02.2017

Kreis Soest (kso.2017.02.13.069.-rn). Zum zweiten Mal ist in Delbrück-Westenholz (Kreis Paderborn) nahe der Soester Kreisgrenze die Geflügelpest ausgebrochen. Nach der Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut am Mittwoch, 15. Februar, wurde neben einem Sperrgebiet (mindestens drei Kilometer) auch ein Beobachtungsgebiet (mindestens zehn Kilometer) gebildet, das Teile von Lippstadt und Geseke betrifft. Der Veterinärdienst des Kreises Soest wird deshalb per Allgemeinverfügung ein Anschluss-Beobachtungsgebiet einrichten.


Für das Beobachtungsgebiet gelten Restriktionen. So dürfen unter anderem gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie sonstige Erzeugnisse und tierische Nebenprodukte von Geflügel weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden. Tierhalter haben sicher zu stellen, dass Ställe oder sonstige Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden. Für Fahrzeuge gilt eine Desinfektionsverpflichtung. Die Allgemeinverfügung über das Anschluss-Beobachtungsgebiet wird am Freitag, 17. Februar, im Amtsblatt veröffentlicht und erlangt dann am Samstag, 18. Februar, Rechtskraft.

Vorsorglich war im Zusammenhang mit dem Ausbruch in Delbrück-Westenholz die Tötung von fünf Geflügelbeständen (Ausbruchsbetrieb und vier Kontaktbetriebe) mit insgesamt rund 200.000 Junghennen angeordnet worden. Drei der Kontaktbetriebe liegen auf Paderborner Kreisgebiet, ein weiterer Betrieb befindet sich im Kreis Gütersloh. Ziel ist es, eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Professor Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes beim Kreis Soest, fordert die Tierhalter in diesem Zusammenhang auf, ihre Bestände sorgfältig zu beobachten und einen Verdacht auf Geflügelpest oder Todesfälle in Absprache mit dem jeweiligen Hoftierarzt umgehend dem Veterinärdienst des Kreises Soest zu melden. Im Ernstfall habe die frühzeitige Erkennung einer Infektion durch den Tierhalter sehr große Bedeutung.

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