Wichtige Hilfe für Opfer und Einsatzkräfte

Vereinbarung organisiert Psychosoziale Unterstützung und Notfallseelsorge

Unterzeichnung
Unterzeichnung der Vereinbarung zur Psychosozialen Unterstützung und zur Psychosozialen Notfallversorgung im Kreishaus: (sitzend von links) Superintendent Dieter Tometten (Evangelischer Kirchenkreis Soest), Landrätin Eva Irrgang, Dechant Thomas Wulf (Dekanat Lippstadt-Rüthen), Dechant Dr. Gerhard Best (Dekanat Hellweg); (stehend von links) Monsignore Wolfgang L. Bender, Polizeidekan des Erzbistums Paderborn, Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, Pfarrer Sven Fröhlich, Beauftragter für Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Soest, Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Dezernent für Feuer- und Katastrophenschutz, Norbert Kelbert, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 03.02.2017

Kreis Soest (kso.2017.02.03.048.-rn). Die Psychosoziale Unterstützung (PSU) hilft Einsatzkräften, belastende Eindrücke zu verarbeiten. Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) oder Notfallseelsorge will Menschen in plötzlichen existentiellen Notlagen beistehen, die meist im Zusammenhang mit dem Tod von Menschen steht. Die Kreisverwaltung hat mit der evangelischen und der katholischen Kirche im Kreis Soest jetzt eine Vereinbarung geschlossen, kreisweit einheitliche Strukturen für diese wichtigen Instrumente zu schaffen.


Zur Unterzeichnung trafen sich Landrätin Eva Irrgang, Superintendent Dieter Tometten (Evangelischer Kirchenkreis Soest) sowie die Dechanten Dr. Gerhard Best (Dekanat Hellweg) und Thomas Wulf (Dekanat Lippstadt-Rüthen) im Kreishaus. Außerdem mit von der Partie waren Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, Monsignore Wolfgang L. Bender, Polizeidekan des Erzbistums Paderborn, Pfarrer Sven Fröhlich, Beauftragter für Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenkreises Soest, Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Dezernent für Feuer- und Katastrophenschutz, sowie Norbert Kelbert, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz.

Landrätin Eva Irrgang unterstrich die Bedeutung der Psychosozialen Unterstützung und der Notfallseelsorge. Einsatzkräfte der Feuerwehr würden mit Leid, Tod und Endlichkeit konfrontiert. Deshalb seien sowohl Prävention als auch Nachsorge wichtig. Auch Betroffene von Unglücksfällen und Katastrophen, ob Opfer, Angehörige oder Augenzeugen, benötigten dringend professionellen Beistand. Deshalb sei es wichtig, das im Kreis bereits seit 20 Jahren vorhandene Engagement in dieser Hinsicht mit der Vereinbarung zu verstetigen und zu verfestigen. Die Vertreter der Kirchen sahen in der Vereinbarung die verschiedenen Kompetenzen der Einsatzkräfte, des Kreises und der Kirchen gemeinsam zu guter Geltung gebracht. Sie würdigten den besonderen Einsatz der Ehrenamtlichen. Mit entsprechender Qualifizierung gewährleisteten sie gemeinsam mit den Hauptamtlichen die Notfallseelsorge tatsächlich lückenlos durchs Jahr. Die Landrätin dankte in diesem Zusammenhang allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich schon lange Jahre diesem Thema intensiv gewidmet und erfolgreich ein Versorgungssystem im Kreis Soest aufgebaut hätten.

In der Vereinbarung wird das Ziel formuliert, in Sachen PSU und PSNV kreisweit Einheitlichkeit, Klarheit, Akzeptanz und Qualitätssicherung zu etablieren. Grundlage soll eine definierte Führungsstruktur mit Leitungen für beide Bereiche sein. Als wichtige Aufgaben werden unter anderem die Sicherstellung einer Rufbereitschaft, die Organisation der Ausbildung und die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen herausgestellt. Unter Federführung des Evangelischen Kirchenkreises soll eine Regieeinheit gemäß BHKG (Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz) für die PSNV gebildet werden. Hinsichtlich der PSU sollen Teams mit besonders geschulten Einsatzkräften und psychosozialen Fachkräften aufgestellt werden.

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