Punktlandung auf dem Arbeitsmarkt

Albo Türen GmbH in Ense fand schon sechs Mitarbeiter über „Jugend in Arbeit plus“

Gute Erfahrungen
Gute Erfahrungen mit dem Programm „Jugend in Arbeit plus“ (v. l.): Sarina Kung, Diplom-Ingenieur Dieter Schmid, Geschäftsführer Albo-Türen GmbH, Christopher Hein, Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, und Iris Koßmann-Schmid, Koordinatorin für „Jugend in Arbeit Plus“ bei der IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 15.12.2016

Kreis Soest (kso.2016.12.15.535.-rn). Sarina Kung aus Lippstadt hatte nach ihrem Architektur-Studium an der Fachhochschule Bochum vergeblich Bewerbungen geschrieben. Es kam zu mageren zwei Vorstellungsgesprächen, die allerdings zu keiner Einstellung führten. Zum Glück eröffnete schließlich das Programm "Jugend in Arbeit plus" der heute 26-Jährigen neue Perspektiven und vermittelte sie im Februar 2015 an die Albo Türen GmbH in Ense-Höingen. "Eine Punktlandung", wie Geschäftsführer Dieter Schmid formuliert.


Denn Sarina Kung leistet der Niederlassung eines niederländischen Premium-Türenherstellers mittlerweile unverzichtbare Dienste. Die gebürtige Soesterin brachte die Zertifizierung der Produktionsabläufe voran, kümmert sich um die Programmierung von Maschinen und kommuniziert mit Auftraggebern und Bauherrn. "Das Absolventen eines Studiums von Jugend in Arbeit plus profitieren, ist sehr selten", freut sich Ursula Rode-Schäffer, Geschäftsführerin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland, über die gelungene Vermittlung von Sarina Kung.

Im Programm "Jugend in Arbeit plus" bemühen sich heimische Arbeitsverwaltung, Jobcenter, Kammern und Beratungseinrichtungen um die Eingliederung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt. Das Land NRW und EU bzw. ESF stellen für die personellen Strukturen zur individuellen Heranführung und passgenauen Integration Jugendlicher mit Unterstützungsbedarf Mittel bereit. Die in "Jugend in Arbeit plus" aufgenommenen jungen Frauen und Männer werden zunächst ausführlich beraten und dann in eine passgenaue sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt. Während der geförderten Zeit im Betrieb werden sie sozialpädagogisch begleitet. Die Zuweisung der Jugendlichen an die Beratungseinrichtungen erfolgt über die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern.

Insgesamt hat Albo-Geschäftsführer Dieter Schmid, der angesichts voller Auftragsbücher regelmäßig Verstärkung für seine 25-köpfige Belegschaft sucht, schon sechs Mitarbeiter über "Jugend in Arbeit plus" gefunden und ist damit "Rekordhalter" in der Region. Drei sind noch an Bord, drei haben andere Stellen angetreten. "Das ist genau das erklärte Ziel. Das Programm soll ein Sprungbrett sein", betonen Ursula Rode-Schäffer und Iris Koßmann-Schmid, Koordinatorin für "Jugend in Arbeit Plus" bei der IHK Arnsberg, Hellweg-Sauerland. Auf diesen Effekt hofft auch Christopher Hein. Der 21-jährige Werler fand über das Programm vor zwei Monaten zur Albo Türen GmbH. Was er bereits an der CNC-Säge leistet, stimmt Diplom-Ingenieur Dieter Schmid hoffnungsfroh, dass er auch für ihn bald eine "Punktlandung" konstatieren kann.

Am Programm "Jugend in Arbeit plus" interessierte Jugendliche können sich an ihre Fallmanager oder Vermittler bei Agentur und Jobcenter wenden. Unternehmen erhalten Informationen bei der Leiterin der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland in Soest, Ursula Rode-Schäffer, Telefon 02921/303499, E-Mail rode-schaeffer@r-h-h.de.

Die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung kann über Eingliederungszuschüsse des Jobcenters Arbeit Hellweg Aktiv (AHA) bzw. der Agentur für Arbeit Soest gefördert werden. Unternehmen, die arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren aus dem Programm "Jugend in Arbeit plus" einstellen, können einen Lohnkostenzuschuss erhalten. Die Entscheidung, wie hoch dieser Eingliederungszuschuss ist und für welche Dauer er gezahlt wird, treffen die AHA bzw. die Agentur für Arbeit. Bei der passgenauen Besetzung der Stellen und Beantragung des Zuschusses unterstützen wie bisher die Kammerfachkräfte, die eng mit der AHA und der Agentur für Arbeit zusammenarbeiten.

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