Bundesintegrationsgesetz erläutert

Vertreterin des NRW-Integrationsministeriums beim Netzwerk „Teilhabe und Integration“

Kompetente Referentin
Agnes Heuvelmann (2. v. l.) aus der Abteilung Integration des NRW-Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales erläuterte den Mitgliedern des Netzwerks „Teilhabe und Integration“ die Auswirkungen der Neuregelungen des Bundesintegrationsgesetzes. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
Pressemeldung vom 06.10.2016

Kreis Soest (kso.2016.10.06.423.gb/-rn). Im August ist das Bundesintegrationsgesetz in Kraft getreten. Welche Auswirkungen die Neuregelungen vor Ort haben, das erläuterte Agnes Heuvelmann aus der Abteilung Integration des NRW-Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) am Mittwoch, 5. Oktober 2016, in der Stadthalle Soest den Mitgliedern des Netzwerks "Teilhabe und Integration". Das Netzwerk koordiniert die Umsetzung des 2013 entwickelten Integrationskonzeptes "Zuhause im Kreis Soest".


Das Bundesintegrationsgesetz hat vor allem eine schnelle Integration der Flüchtlinge zum Ziel. So erhalten Geduldete jetzt ein Bleiberecht für die gesamte Dauer der Berufsausbildung und die anschließende Beschäftigung. Das bedeutet für sie und die Betriebe Rechts- und Planungssicherheit. Änderungen gibt es auch für die Integrationskurse. Die im Rahmen der Integrationskurse durchgeführten Orientierungskurse werden von 60 auf 100 Unterrichtseinheiten erhöht. Diese Kurse dienen der Wertevermittlung und werden inhaltlich an die geänderte Zusammensetzung der Teilnehmenden angepasst. Insgesamt werden die Kapazitäten der Integrationskurse erhöht, damit die Flüchtlinge schnell Deutsch lernen. Ein weiterer Punkt zur Integrationsförderung sind die neuen Wohnsitzregelungen. Die Länder können Flüchtlingen in den ersten drei Jahren einen Wohnsitz zuweisen. Damit soll verhindert werden, dass zu viele Flüchtlinge in Ballungszentren ziehen. Neben diesen Themen informierte Agnes Heuvelmann auch über den aktuell beschlossenen Landesintegrationsplan.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) berichtete während der Sitzung über den aktuellen Umsetzungsstand des Integrationskonzeptes "Zuhause im Kreis Soest". Leiterin Galina Borchers verwies auf Unterstützungsangebote für Kindertageseinrichtungen und Schulen bei der Integration der neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen, Schulungen für die im Flüchtlingsbereich tätigen Ehrenamtlichen sowie die Umsetzung des Bundesprogramms "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Umsetzung im Blick
Das Netzwerk „Teilhabe und Integration“ koordiniert die Umsetzung des 2013 entwickelten Integrationskonzeptes „Zuhause im Kreis Soest“. Foto: Wilhelm Müschenborn/ Kreis Soest
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