Kreishaus

Das Kreishaus, Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Soest, kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Am 25. April 1887 fasste der damalige Kreistag in Soest den Beschluss zur Errichtung eines eigenen Kreishauses in der Osthofenstraße. Das Kreishaus wurde im November 1888 fertig gestellt. Seit dieser Zeit hat es sich stark gewandelt.

Gemeinsam mit der Zunahme der Aufgaben des Kreises folgten insgesamt fünf Anbauten, bis nach der Zusammenlegung der Kreise Soest und Lippstadt in den Jahren 1982 bis 1986 ein großflächiger Erweiterungsbau realisiert wurde. Heute bietet das modern ausgestatte Gebäude Platz für rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Wirtschaftsgebäude des Landrats von Bockum-Dolffs um 1880. Foto: Kreisarchiv
Erster Kreishausbau um 1890. Foto: Kreisarchiv
Kreishaus nach der Erweiterung im Jahre 1904. Foto: Kreisarchiv
Ansicht nach der zweiten Erweiterung 1936. Foto: Kreisarchiv
Erweiterung mit neuem Sitzungssaal um 1956. Foto: Kreisarchiv
Haupteingang des Kreishauses seit dem Erweiterungsbau 1986. Foto: Kreis Soest/Weinstock
Als das Kreishaus Mitte der 80er Jahre erweitert wurde, entstanden im neuen Teil auch vier thematisch gestaltete Innenhöfe und auf einigen Gebäudeteilen die Gründächer. Der Seerosen- und Irishof, der Moorhof, der Farnhof und der Gräserhof sind jeweils auf ganz eigene Art gestaltet worden. Auf dem Bild ist der Grashof nach seiner Umgestaltung im Jahr 2007 zu sehen. Der ehemals dicht mit Gras bewachsene Hof wurde erneuert, um die Wasserdichtheit der darunterliegenden Tiefgarage des Kreishauses zu gewährleisten. Die drei anderen Innenhöfe sind in ihrem ursprünglichen Konzept erhalten. Foto: Kreis Soest/Weinstock
Auch die Befehlsstelle, ein Bunker unter dem Gesundheitsamt, entstand Mitte der 80er Jahre im Rahmen der Erweiterung des Kreishauses. Ein Stab von 90 Verwaltungsbeamten und Fachberatern sollte in Kriegs- und Katastrophenfällen von dort Hilfsmaßnahmen im Kreis koordinieren. In der 853 Kubikmeter großen Anlage hätten sie 90 Tage unabhängig von der Außenwelt leben können. Nach dem Ende des kalten Krieges Anfang der 90er Jahre verlor die Anlage ihre eigentliche Funktion. Bis zur Einweihung des neuen Rettungszentrums am Bolweg in Soest fanden hier regelmäßig Übungen des Krisenstabs und des Rettungsdienstes statt. Foto: Kreis Soest/Weinstock
Diese im Flur des Katasteramtes ausgestellte Pflasterung (ca. 80x 80 cm) mit dem Steinwürfel als Zentrum wurde im Jahr 2001 auf einem Acker bei Stirpe in einer Tiefe von 40 cm wiedergefunden. Sie ist die unterirdische Festlegung eines trigonometrischen Punktes der Urtriangulation des Herzogtum Westfalen aus dem Jahre 1812-1816, als dieses Gebiet noch zum Hessischen Staat gehörte. An diesem Punkt wurden ab 1822 die Vermessung zur Katasteruraufnahme aller Grundstücke in Westfalen angeschlossen. Nach dem um ca. 1900 stattfindenden Flurbereinigungen verloren diese alten Trigonometrischenpunkte ihren Zweck und haben seit dem nur noch historischen Wert. Foto: Kreis Soest/Weinstock
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