Stadtteilbüro "Soester Süden"
Arbeit Hellweg Aktiv, SEN und Stadtteilkonferenz Süd ziehen an einem Strang
Das Stadtteilbüro "Süden" in Soest ist ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeit Hellweg Aktiv (AHA), der Stadtteilkonferenz sowie des Soester EntwicklungsNetzes (SEN). Es steht unter dem Motto "Lernen und Arbeiten im und für den Soester Süden".
Im Soester Süden leben 2403 Menschen mit einem besonders hohen Kinderanteil. Mit den dort vertretenen 39 Nationalitäten bietet er eine bunte Vielfalt, deren gesellschaftliches Potenzial es zu fördern gilt. "Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die Themen Arbeit, Qualifizierung, Gemeinwesen und Umwelt in einem Projekt fruchtbar miteinander zu verbinden", erläutert Reinhard Helle, Geschäftsführer der AHA, die Beweggründe zu dem Projekt. "Wir wollen Arbeit zurück in den Stadtteil und die Menschen zurück in Arbeit zu bringen."
Arbeit Hellweg Aktiv, die Stadtteilkonferenz Süd sowie das Soester EntwicklungsNetz haben diskutiert und konzipiert. Mittlerweile ist die Maßnahme nicht nur gestartet, sondern kann auch schon erste Erfolge vorweisen. Gemeinnützige Projekte wie beispielsweise der Bau von Hütten für den Weihnachtsmarkt 2008, eine Transporthilfe für alleinerziehende Mütter und ein Besuchsdienst für ältere Menschen wurden bereits erfolgreich auf den Weg gebracht. Mit der Eröffnung der Anlaufstelle "Süden" im Britischen Weg 4 wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt.
Menschen aktivieren - Impulse für Stadtteilentwicklung geben
"Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir den Menschen, die im Soester Süden leben, helfen können", berichtet Reinhard Helle aus der Arbeitsgruppe. "Ist es nicht sinnvoll, Menschen, die dort leben, auch dort arbeiten zu lassen?" Entstanden ist daraus die Idee, ein Stadtteilbüro als Anlaufstelle zur Koordination der verschiedenen Aktivitäten des Projektes einzurichten. Die Ruhr-Lippe-Wohnungsgesellschaft stellte eine Erdgeschoßwohnung im Britischen Weg zur Verfügung. Die AHA sicherte die Finanzierung des Anleitungspersonals und setzt bereits in den unterschiedlichsten Bereichen Hellweg-Jobber ein, die für das Gemeinwohl tätig werden. Die Sparkassenstiftung sponserte die EDV-Ausstattung. Das Soester EntwicklungsNetz übernahm die Trägerschaft.
Die Anlaufstelle ist mittlerweile fertig eingerichtet und öffnete ihre Türen für den Stadtteil. Ein starkes Team setzt sich für die Belange des Soester Südens ein. Maria del Carmen Nieblas Dreyer und Brigitte Sehmi stehen für Fragen und Hilfestellungen bereit und halten den Kontakt in den Stadtteil, zu Institutionen und zu den Bewohnern. Darüber hinaus sind sie als Stadtteillotsen unterwegs. Sie sammeln die Ideen und Bedarfe für die Arbeitseinsätze. Erika Biehn ist für die sozialpädagogische Begleitung und die Vermittlung von Praktika zuständig. Anton Quiring führt die Arbeiten mit seiner Einsatzgruppe aus Hellweg-Jobbern aus.
Als erste Arbeiten wurden Anlagen gepflegt, von der Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH gespendete Blumen gepflanzt, Roller und Räder des Kindergartens Bunte Welt repariert. Darüber hinaus hilft das Team in besonderen Notlagen beim Transport oder bei Renovierungen, begleitet zur Schule oder zum Arzt und unterstützt die Bewohner, wenn es bei Anträgen und offiziellen Schreiben Verständnisprobleme gibt. Darüber hinaus sind Verschönerungen im Stadtteil durch neue Anstriche und die Gestaltung von Außenanlagen geplant.
Kontakt "Soester Süden"
"Das Projekt `Soester Süden´ zeigt auf, wie man Menschen aktivieren und durch gruppenübergreifende Netzwerke Impulse für eine zukunftsorientierte Stadtteilentwicklung geben kann", zeigt sich Reinhard Helle überzeugt. "Das Projekt kann auch für andere Kommunen im Kreis Soest Modellcharakter haben."
Das Stadtteilbüro im Britischen Weg 4 im Soester Süden ist montags bis donnerstags von 8:30 bis 12 Uhr und Donnerstagnachmittags von 16 bis 20 Uhr geöffnet.
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